Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Hörte man zu Zeiten von Muammar Al-Gaddafi von Sklavenhandel in Libyen?
Al-Gaddafi war, ungeachtet manch skurriler Marotten, lange Jahre ein hofierter Gast auf dem internationalen Parkett. Gerne bediente man sich bei Geiselnahmen seiner Dienste. Über seine Stiftung wurden Lösegeldzahlungen an die Entführer weitergeleitet. So konnte man offiziell die Fiktion aufrechterhalten, man lasse sich nicht erpressen. Schließlich hatte man formal ja nur eine Spende an die Stiftung geleistet.
Dann fiel er bei den USA in Ungnade, weil er den Erdölhandel vom US-Dollar lösen wollte. Von da an mutierte er zum internationalen Teufel, dem alle erdenklichen Untaten unterstellt wurden. Nach bewährter Manier unterminierten die USA das Land durch die Förderung innerer Unruhen. Al-Gaddafi wurde unter den Augen der US-Schergen auf grausamste Art gemeuchelt. Dieses Verbrechen wurde nie untersucht, geschweige denn geahndet.
Al-Gaddafi hatte Libyen als anerkannter Führer im Griff. Die dort unter ihm eingeführten Sozialleistungen können als beispielhaft gelten. Rivalitäten innerhalb eines Staates existieren immer. In Libyen betrafen sie eine Minderheit, die nur durch äußere Unterstützung die Stabilität aushebeln konnte. Seither herrscht dort Unruhe und Chaos mit zwei miteinander rivalisierenden Regierungen, die jeweils nur Teile des Landes kontrollieren.
Die Sklavenmärkte sind ein Ergebnis davon. Es ist nicht Aufgabe der Europäer, und erst recht nicht Deutschlands, hier einzuschreiten. Dies muß denen überlassen werden, die diese Zustände verursacht haben. Warum sollten einmal mehr andere die Kohlen für sie aus dem Feuer holen? Nur wenn der Verursacher auch für die Nachfolgekosten aufkommen muß, veranlaßt ihn dies künftig eventuell zum Überdenken seiner Strategie.
Auf dem jüngsten EU-Afrika-Gipfel bewiesen Merkel und Macron ihre beschämende Naivität mit absolut untauglichen Lösungsvorschlägen. Wenn man Libyen dann noch für den Fall des weiteren Versagens des dortigen Justizsystems Sanktionen androht, gibt man sich wirklich der Lächerlichkeit preis. Welches Justizsystem sollte in einem gescheiterten Staat denn bitte sehr was veranlassen?
Die auf diesen Märkten strandenden Hasardeure entflohen größtenteils nicht letalen Gefahren, sondern suchten in Europa ein besseres Auskommen. Sie verließen dafür gesicherte, wenn auch bescheidene Lebensverhältnisse. Aus diesem Fall von persönlichem Pech ziehen sie und ihre potentiellen Nachahmer hoffentlich die richtigen Lehren. Nicht jede Rechnung geht auf, zumal wenn sie auf tönernen Füßen steht. Die Verachtung, die sie bei ihrer Rückkehr erwartet, trifft sie zu Recht. Sie haben schließlich ihre Familien ohne Not ins Unglück gestürzt. Auf solche gewissenlosen Versager verzichten wir hier gerne.
http://www.sz-online.de/nachrichten/libyens-sklavenhandel-floriert-3829014
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/merkels-neuer-plan-f%C3%BCr-libyen-ist-aktionistisch-und-naiv/ar-BBFXkj0?li=AA520o&ocid=spartanntp