Moin Mima,
die Nächte sind wieder mal viel zu kurz, da ich gegenwärtig seit heute auch noch für ein Mitglied aus dem Bekanntenkreis mich in zentralen Fragen neurochirurgischer Fragestellungen wissenschaftlich update. Das wird wohl wieder zwei Wochen Zeit in Anspruch nehmen und mit stundenlangen Recherchen in der medizinischen Bibliothek der HHU verbunden sein wird.
Ich habe damals als ich den Blogbeitrag schrieb im Dezember 2017, die wissenschaftlichen Daten, soweit sie zur Verfügung standen mir durchgelesen. Die Frage ob es passiert, stellt sich für mich nicht, denn es wird passieren.
Die charttechnische Modellierung zur Eruptionsvorhersage ist ein auf dem "right look" beruhende Annahme ohne jede wissenschaftliche Evidenz für die Gültigkeit der Elliotwellentheorie im Bereich der Naturwissenschaften, obwohl sie mir auch dort in anderen Feldern immer wieder scheinbar als Naturprinzip der Schöpfung begegnen. Denn offiziell gilt die Lehrmeinung seitens der Wissenschaft, dass sich ein Vulkanausbruch nicht vorhersagen lasse. Diesem Dogma stelle ich die Elliotwellentheoretische Ansage auch im Bereich der Naturwissenschaften gegenüber.
Im Falle der Campi flegrei gestaltet sich dies wegen der Wellenmuster erheblich einfacher als beim Yellowstone Supervulkan oder auch einer Long Valley Caldera.
Zurück zu den Campi flegrei. Diese Elevation des Bodens - und da habe ich mir eine in 2023 erschiene Studie heute angesehen - ist schon als signifikant zu bezeichnen.
Meine Recherchen zu den katastrophalen Auswirkungen einer Supereruption verbieten im Grunde jeden Aufenthalt im Umkreis von 150 Kilometern, da die pyroklastischen Ströme sich bei einer Eruption über eine solche Strecke mindestens erstrecken werden.
Der Tephraausstoß kann je nach Windrichtung dabei auch noch jenseits der Alpen zu gewaltigen Dicken führen, die wie vor 39000 Jahren durchaus imposante Ausmaße annehmen können.
Wer in der Region und in einem Umkreis von 150 Kilometern sich aufhält bewegt sich in einer potentiellen Todeszone aus der er kein Entkommen geben wird, wenn die Eruption bereits begonnen hat, da die pyroklastischen Ströme enorme Geschwindigkeiten erreichen werden.
Auch jenseits der 150 Kilometerzone wird der Ascheregen unerträgliche Ausmaße annehmen und das Fortkommen je nach Windrichtung blockieren. Wie man dann solche Gebiete verläßt? Keine Ahnung - wird nicht einfach...
Die Seen im Umfeld der Campi sind die letzten Jahre bereits umgekippt. Kein gutes Signal. Es gibt immer mehr red flags, die weiterhin von offizieller Seite nicht oder zumindest nicht offiziell beachtet werden.
Der von dir genannte Ort liegt in der roten Zone - zumindest jenem Bereich den ich als potentielle Todeszone bezeichne. Die pyroklastischen Ströme können sich auch über Wasser ausbreiten. Zudem rechne ich bei einer Supereruption mit einem Megatsunami der sich entlang der Küste ausbreiten wird und auch über die 150 Kilometerstrecke ausbreiten dürfte, wenn die Caldera rund um Neapel kollabiert.
Es gibt doch bestimmt auch schöne Urlaubsorte nördlich von Rom am Meer gelegen auf einer Anhöhe die nicht Überflutungs gefährdet ist und ggf. die Evakuierung auf dem Seeweg ermöglicht, wenn Basalt und Tephra den Rückweg über die Alpen blockieren.
Für mich kommt ein Besucht der Region persönlich nicht in Frage - heute weniger denn je...
Beste Grüße.
!BEER
RE: Campi flegrei - das Zeitfenster für die Supereruption schliesst sich...