RE: RE: Symbiosen Deiner Seele
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RE: Symbiosen Deiner Seele

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Wow, was für ein tolles Bild und was für eine Wahnsinns Location.

Ich weiß, was Du meinst - und das mit dem Damm des Selbstschutzes ist mir sehr wohl bewusst und mehr als deutlich. Die Mauern zum inneren Kind, welche die Psyche errichtet hat um das erlebte für immer wegzuschließen, sind mitunter unüberwindbar.

Es gibt sicherlich in meinem Leben mehrere Traumata, die ich als Säugling bereits erlitten habe. Daran sind aber nicht meine Eltern Schuld gewesen, sondern die Umstände unter denen das System damals agierte. Mutter-Kind Betten und Elternzimmer, wie heute üblich gab es damals nicht. Aber wenn Du im Alter von sechs Monaten für 1 Woche von Deiner Mutter getrennt wirst um in lokaler Betäubung, mangels seinerzeit noch nicht existierender Anästhesie für Babys und Kleinkinder, operiert zu werden, in dem Dich OP-Schwestern und Pfleger zappelnd auf dem OP Tisch festhalten, während der Professor schneidet und näht, dann ist das totsicher ein extremes Trauma für eine kindliche Seele.
Das ganze gab es dann gleich mehrfach in der Zeit.

Die Erinnerung an die Erlebnisse ist nicht mehr abrufbar, aber unser Psyche vergisst nichts, besonders nicht aus der Kindheit, wo ein Kind alles an Informationen aus seiner Umwelt aufsaugt.

Es gibt zwar im Alter von ca. 4 Jahren die Zeit des Vergessens, wo alles was davor erlebt wurde in den Tiefen des Unterbewusstseins verschoben wird und uns nicht mehr bewusst zugänglich ist, was aber nicht bedeutet, dass es nicht mehr existent wäre. Der erlittene Schmerz lässt sich fühlen, sogar jetzt wo ich diese Zeilen schreibe und es rekapituliere, wenn auch nur dumpf und kaum wahrnehmbar.

Diese unbewussten Erinnerung werden sich wohl auch niemals ganz auslöschen lassen, weil es sich einfach zu früh ereignete und alleine durchgestanden werden musste. Wobei alleine relativ ist.

Es ist ca. 12 Jahre er, da traf ich die Krankenschwester wieder, die damals für mich als Säugling auf der Station zuständig war. Sie war inzwischen in Rente und ging auf die 70 zu.

Nur diesmal hatten sich die Rollen verändert und ich war nun für sie zuständig und verantwortlich. Ich konnte mich zwar nicht an sie erinnern, wie auch. Sie aber dafür an mich, so wie an jedes Kind, wie sie sagte, dass damals Ende der sechziger Jahre in ihrer Obhut war. Sogar meinen Namen wusste sie noch. Sie erkannte mich wieder als sie ins Behandlungszimmer trat und strahlte mich dabei an, als wenn es gestern erst gewesen wäre, dass wir uns begegnet wären.

Ich denke, sie weiß, was Säuglinge und Kleinkinder damals seelisch durchgemacht haben. Das waren sehr bewegende Momente im Nachhinein.

Wie Du siehst, begegnet man sich immer zweimal im Leben, mindestens. Deshalb ist es auch so wichtig immer im Guten auseinander zu gehen und sich zu verabschieden, wenn man auf Reisen geht.

Ich denke, dass bei mir die Reise erst beginnt und das es noch ein langer Weg ist, bis ich da angekommen bin wo ich vollständig im Reinen mit allem bin.

Aber es ist so wie Laotse schon sagte, dass man eine Strecke von 1000 km zurücklegt in dem man den ersten Schritt macht.

Genau das passiert - Schritt um Schritt - jeden Tag ein Stückchen mehr, mitunter kaum sichtbar, aber doch fortschreitend.

Vielen Dank für deinen tollen Kommentar und das wunderbare Foto.

Herzliche Grüße.

!LUV

@indextrader24: Wow, was für | Ecency