Prinzipiell ist es ja immer dasselbe Prinzip: Man steigert einfach die öffentlichen Ausgaben oder senkt die Steuern und monetisiert das daraus resultierende Ungleichgewicht. So zumindest ist die Theorie.
Das generelle Problem bei Keynesianern und MMT-Vertretern ist aber: man ignoriert bei all den lustigen Bildchen mit Pfeilen, Kreisläufen und Gleichungen den völlig unberechenbaren Faktor Mensch. Und dieser beginnt nicht erst bei der Liquiditätsfalle Einfluss zu nehmen, also da, wo Lieschen Müller beginnt, ihre Kohle unterm Kopfkissen zu horten, anstatt zu investieren, oder zu konsumieren, sondern bereits viel früher.
Das beste Beispiel ist die EU, der EURO und die Flucht der Sparer in das Betongold.
Währungen haben nämlich in erster Linie mit Vertrauen zu tun und eine vom Staat ausgegebene Währung, die auf einem theoretisch unbegrenzten Defizit aufbaut und Sparern keinerlei Anreize bietet, wird über kurz oder lang das Vertrauen verlieren und die Menschen werden anfangen, selbst Parallelwährungen/-märkte zu schaffen. War in der Geschichte schon immer so.
RE: Raus aus dem Euro, rein in die Lira - Aber wie?