Warren Mosler ist sowieso für radikale Steuersenkungen und ein höheres Staatsdefizit.
Ich bin generell für ein Minimum an Steuern und ein Minimum an Staat. Und das recht Geld zu drucken, wäre das ALLERLETZTE was der Staat bei mir dürfte.
Warum sollten sie die neue Lira ignorieren, wenn sie stabil ist?
Die Preise werden in Lira ausgezeichnet, da die Händler ja ihre Steuern in Lira bezahlen müssen.
Also müssen auch die zukünftigen Gehälter in Lira ausgezahlt werden.
Aber was nützt mir das als ausländischer Unternehmer der in EUR/$/Yen investiert? Ich will in erster Linie Rendite auf mein eingesetztes Kapital. Und das kriege ich nur, wenn ich irgendwo rentable Geschäftsmodelle habe (wie bspw. durch eine Abwertung gesenkte Produktionskosten) und nicht, weil die Währung stabil ist.
Also wirtschaftlich (und das ist ja das Problem in Italien) ändert sich da m.E. nicht besonders viel, außer dass Italien für Investoren noch uninteressanter wird, als es ohnehin schon der Fall ist (Kapitalflucht).
Grundsätzlich würde sich nicht viel ändern, nur dass das hohe Staatsdefizit und die Staatsverschuldung jetzt kein großes Problem mehr sind. Natürlich nur so lange die Inflation niedrig bleibt.
Dies dürfte aber bei der aktuell hohen Arbeitslosigkeit nicht das große Problem sein.
Wenn Defizit und Verschuldung eh keine Probleme sind, dann einfach die Stabilitätskriterien abschaffen und die EZB räumt einen unendlichen EURO-Kredit ein - fertig. Dann brauch ich keine Lira mehr.
RE: Raus aus dem Euro, rein in die Lira - Aber wie?