Gottesgeschenk Geldentwertung: Ein Gespenst geht um

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Gute Nachricht: Steiler als senkrecht geht nicht.

Erst war sie nie da, dann kam sie nur kurz vorbei, dann genehmigte die EZB ihre Anwesenheit für eine begrenzte Zeit in einem sehr begrenzten Ausmaß. Sie kam schließlich, sah und siegte und soll nun ganz schnell wieder verschwinden, wie von allein, denn von allein soll sie auch gekommen sein. Sagen die, die sie nicht haben kommen, heute schon aber wieder gehen sehen.

Zauber der Geldentwertung

Es ist ein einzig Zauber rund um das, was Tageszeitungen in leichter Sprache als "Geldentwertung" bezeichnen, ohne damit nahezulegen, dass "unser Geld" (DPA) heute weniger wert sei als - beispielsweise - gestern. Nur ein "Gespenst" (Deutsche Welle) sei das alles, wenn auch eines, das das Brötchen für den Moment am Bäckereitresen tatsächlich teurer erscheinen lässt. Ist es aber ja gar nicht! Geldentwertung funktioniert in alle Richtungen, denn nicht nur das Brötchen wird teurer, sondern der Rundfunkbeitrag gleichzeitig auch weniger wert, gemessen etwa in Tesla-Aktien oder Goldmünzen.

Kein Grund zur Panik" also, denn nach jahrelangem Kampf gegen Stagnation ist es ganz gut, dass Deutschland wieder ein bisschen in Bewegung kommt. Was damals, als den Menschen der Euro geschenkt wurde, möglich war, ist auch jetzt eine große Chance: Die D-Mark ging, die Preise explodierten, dass plötzlich selbst im Gemeinsinnfunk vom "Teuro" die Rede war, obwohl die offiziellen Zahlen das natürlich gar nicht hergaben. Das Wirtschaftswachtum brach daraufhin dramatisch ein. Aber nach nur zwei Jahren berappelte sich alles und aus dem müden Mann in der Mitte wurde der große Euro-Profiteur, der seitdem alljährlich einen ganzen Mindestlohn anstrengungslos einstreicht. 

Ein Supergeschäft

Fast 88 Milliarden sind das im Jahr, mit denen sich die 28 Milliarden deutscher EU-Beitrag locker stemmen lassen. Zumal die bei Inflationsraten von vier, fünf oder sieben Prozent ja lange nicht mehr so viel wert sind wie 28 Milliarden zum Beispiel früher wert waren, als Peer Steinbrück es überwiegend noch mit Millionen zu tun hatte statt fehlende Milliarden jonglieren zu müssen.Seit die EZB sich zu einer "leichten Erhöhung" ihres Inflationszieles bekannt hat, das sie bis dahin niemals erreicht hatte, ist die Milliarde die neue Million: Und die klare und verständliche Strategie eines Inflationsziels von "zwei Prozent, aber mit akzeptierten Abweichungen nach oben und unten" kann eben auch heißen, Abweichungen von zwei oder drei oder sieben Prozent in alle Richtung zu akzeptieren.

Woher die alles kommen, vom Russen, vom Türken, ob die Ungarn schuld sind, die Polen, der Chinese mit seinen Lieferketten oder immer noch doch Trump, weiß niemand zu sagen. Die Geldpresse war es zumindest keinesfalls, denn Geld hat man bekanntlich nie zu viel, sondern immer nur zu wenig.

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