fast niemand in Deutschland weiß genau wer bei Steem worauf welche Steuern zahlen muss. Daher habe ich einen Fragenkatalog erarbeitet, der in Zusammenarbeit mit der Community ergänzt und beantwortet werden soll, damit wir Steemer endlich etwas Klarheit bekommen. Am Ende soll ein schöner FAQ dabei herauskommen der die wichtigsten Fragen zum Thema Steem, Steuern und Gewerbe beantwortet.
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Sind die Steem und die SDB, die wir erhalten steuerpflichtig?
Laut verschiedener Artikel auf Steemit ja:
Link von @miketr
Link von @taxguy
@Taxguy geht davon aus, dass auf die Belohnungen auf Steemit Gewerbesteuern anfallen.
“Bei STEEM handelt es sich nicht nur um den Einkauf und späteren Verkauf einer Kryptowährung. Bei STEEM wird nach meinem Verständnis ein anderes Ziel verfolgt, nämlich die Absicht, Gewinn zu erzielen. Und dafür wird nicht nur mit immateriellen Wirtschaftsgütern (Kryptowährung) gehandelt, sondern aktiv etwas getan (Posting), um dadurch Mehrwert zu schaffen. Genau hier liegt die Problematik: übt jemand selbständig eine Betätigung aus und verfolgt dabei Gewinnerzielungsabsicht, so liegt nach der Definition der deutschen Finanzbehörden ein steuerpflichtiger Gewerbebetrieb vor. Zwei Nachteile einer solchen gewerblichen Einordnung der Tätigkeit sind, dass die oben genannte Frist von einem Jahr keine Anwendung findet, die Gewinne also nach Ablauf von einem Jahr weiterhin steuerpflichtig bleiben. Außerdem findet auch der oben genannte Freibetrag von 600 € keine Anwendung.”
@miketr geht davon aus dass Einkommenssteur uns somit Gewerbesteuer anfällt.
"Aber nun kommen die Besonderheiten von Steemit!
Hier wirst Du ja für Deine Arbeit bezahlt - halt für das scheiben eines Post!
Du erhälts 50% in Steemdollar - die kannst Du direkt in btc traden und dann in Fiat verwandeln.
Die anderen 50% in Steempower welches praktisch einer Unternehmensbeteiligung gleichkommt!
Beides wäre dann Einkommenssteuerpflichtig!
Steemdollar als Lohn für Deine Arbeit und Steempower als geldwerter Vorteil!
Müsste also als Einkünfte aus freiberuflicher/selbständiger Tätigkeit gelten.
Korrekter Weg, hier bei Steemit wäre also vor dem ersten Post oder Reply erst einmal ein Gewerbe
als Blogger anmelden (kostet nur 20€)!"
@Taxguy hat die umsatzsteuerliche Behandlung von Bitcoin des Finanzamtes herausgearbeitet Link
Wenn ich einen Bitcoin kaufe und innerhalb eines Jahres wieder verkaufe, gilt dies als privates Veräußerungsgeschäft, worauf Steuern in Höhe meines persönlichen Steuersatzes anfallen (Freibetrag 600 €) -> Link
Inwiefern das für Steem, SDB und Steempower ein Rolle spielt würde ich gerne wissen.
Muss ich als Steemer zwingend ein Gewerbe anmelden?
Die Kosten sind je nach Wohnsitz unterschiedlich. Sie liegen zwischen 11 und 45€
Muss ich ab der Anmelung jährlich eine Steuererklärung machen (wichtige Frage für Studenten, die das sonst nicht machen müssen)
Ändert sich etwas hinsichtlich Versicherungen? Krankenversicherung etc?
Wie hoch ist die Gewerbesteuer?
Gibt es sonstige Gebühren, die ab Anmeldung eines Gewerbes anfallen?
Wann ist das nötig?
Wie werden diese Gewinne versteuert? Das sind ja schon quasi Zinsen
Auch das sind quasi Zinsen. Nur dass ich zusätzlich zu meinem Kapital noch meinen Account zu Verfügung stelle
Muss ich zum Beispiel die Belohnung versteuern, die ich von @theaustrianguy für das Erstellen eines Logos bekomme?
Muss ich Gewinne aus Contest, wie der Pixelchallenge von @annikafried oder dem Memecontest von
@oliverschmid versteuern?
Muss ich Gewinnspielgewinne versteuern, die ich zb. von @miketr für den richtigen Kenotipp bekomme?
Muss ich Steem-Geschenke von anderen Steemern versteuern?
Wenn ich Bitcoin in Ethereum tausche muss ich das als privates Veräußerungsgeschäft versteuern, sofern der Tausch innerhalb der einjährigen Haltefrist geschieht.
Muss ich es daher irgendwie versteuern, wenn ich Steem in Steempower tausche, oder SDB in Steem?
Welcher Zeitpunkt ist entscheidend, um den Wert des zu versteuernden Einkommens zu bestimmen?
Also der Zeitpunkt in dem ich in der Wallet auf "Belohnung abholen" drücken kann.
So wäre es bei Minern von Bitcoin:
“Die Einnahmen aus dem Mining sind dann zu erfassen, wenn sie entstehen. Das heißt, dann, wenn ein Bitcoin entsteht, dann ist er als Einnahme zu erfassen. Das heißt, es gilt der Kurs, der im Zeitpunkt der Entstehung zu Buche stand. Alternativ lässt der Gesetzgeber aus den Durchschnittskurs oder Schlusskurs des Tages zu.”
Quelle: Link
Problem: Soweit ich weiß, kann ich Steem gar nicht direk in Euro tauschen, sondern muss über eine andere Zwischenwährung wie Bitcoin oder Ethereum gehen. Dabei würde ein zusätzliches Veräußerungsgeschäft entstehen.
Problem: Extreme Schwankungen
@Taxguy hat diesbezüglich einen Artikel geschrieben.Link
Ich zahle für Upvotes, damit ich Upvote erhalte und mein Beitrag gesehen wird. Liegt darin eine absetzbare Betriebsausgabe?
Fallen Preise von Gewinnspielen, die ich veranstalte unter Betriebsausgaben?
Fallen Steem Bountys von @steem-bounty unter Betriebsausgaben?
kann ich die Transaktionskosten absetzen, die entstehen, wenn ich Steem in Bitcoin tausche und diese dann in Euro wechsle? Kann ich die Steuern, die bei diesem privaten Veräußerungsgeschäft anfallen absetzen?
AB wann lohnt sich ein Gang zum Steuerberater und mit welchen Kosten muss man rechnen? Erfahrungswerte?
Ich hoffe wir finden Antworten auf diese Fragen und wir können zu jeder Frage und zu jedem Punkt eine klare Aussage treffen. Ich freue mich, wenn ihr mir dabei helft! Ich will zu jedem Punkt einen klare Aussage und sie abschließend beantworten.
Wenn ihr weitere Fragen habt, dann stellt sie bitte. Ich werde den Fragenkatalog wahrscheinlich nächste Woche mit den geklärten Fragen erneut posten. Solange bis alle Fragen beantwortet sind!
edit: Leider konnten die Fragen auch in den folgenden Wochen nicht abschließend geklärt werden.
von @Taxguy geklaut, aber hier genauso gültig:
Rechtlicher und steuerlicher Haftungsausschluss Über steem und meine Posts erbringe ich keine Steuerberatungs-, Rechtsberatungs- oder Buchführungsdienstleistungen. Das Material ist nur für informative Zwecke vorbereitet und ist nicht dafür gedacht und sollte auch nicht verwendet werden, um verlässliche steuerliche, rechtliche oder buchführungsrechtliche Beratung darzustellen. Zudem sind die Beispiele zum besseren Verständnis häufig vereinfacht dargestellt. Ihr solltet Euren eigenen Rechts-, Steuer- oder Buchführungsberater konsultieren, bevor Ihr irgendein Geschäft durchführt.