Es war einmal, vor langer Zeit, ein junger Mann. Wobei, jung, Mann, das ist ja heutzutage ziemlich relativ und nicht mehr so eindeutig wie es mal war. Und das scheint ganz gut in diese Zeit hineinzupassen.
Wer will mit?
Ich habe mich, gezwungenermassen, mit unserer Zeit beschäftigt. Also mit der Zeit in der wir leben, mit mir als Lebewesen oder Wesen, das sich selbst erfährt, mit der Welt, mit Zeit allgemein. Möchte sagen es wäre nicht immer alles zu meinem Vorteil gewesen, aber was ich gelernt habe, ist, nichts als "zu meinem Vorteil" oder "nicht zu meinem Vorteil" zu bezeichnen, einzuordnen, denn manche Dinge in meinem Leben trugen im Nachhinein ganz anderen Charakter als zuvor und für manchen Schmerz bedanke ich mich heute. Das sage ich hier jetzt so einfach - aber es ist nach wie vor ein täglicher bewusster Schritt, den ich wagen muss, um dies wirklich zu leben, während ich ohne Essen im Bauch, während der Arzt mit dem ich arbeite Entscheidungen trifft, die für mich wenig Sinn machen, während ich am Boden schlafe und mich frage, was ich genau mit meinen Talenten angestellt habe. Was ich nicht erkannt habe? Dazu komme ich gleich. Aber vorweg: bist Du ready, Ja zu sagen zu Dir selbst, Ja zu sagen zum Leben, Ja zu Deiner Umgebung, Deinen Entscheidungen, Deinem Alter, Deinem Partner? Gut - es lohnt sich...
Ich nehme an, man kann durch diese meine Fragerei erkennen, worauf ich hinaus will. Also, ich habe mich mit mir selbst und der Welt beschäftigt. Wie wohl jeder Mensch. Nur hoffe ich, dass nicht jeder Mensch so lange braucht und so weit und tief und lange im Dunkeln tappen muss wie ich.
In unserer Zeit steht vieles in Frage, manches ist unklar, die Welt verwirrt. Die Wirtschaft ist eine Krankheit, die den "Wirt" schafft (schweizerdeutsch für: fertig machen), der ReGIERung trauen viele nicht mehr wirklich, die Pharmaindustrie schaut, dass die Menschen krank bleiben, dafür aber gut bezahlen, die Chemtrails erhöhen die Temperaturen, sodass Eisbären schmelzen und die Gletschter fluchen, während Vulkane ihre Wut ausspucken und google via Zensur und bots die Masse kontrolliert und zum Datenjunkie mutiert. Cool. Und damit beschäftige ich mich?
Ja, ein bisschen. Aber primär beschäftige ich mich damit, wie ich damit umgehe. Und wie gehe ich damit um? Naja, ich lasse es zu. Ich erlaube es, die Welt zu sein, in der ich lebe. Und nein, dies ist nicht in dem Sinne zu verstehen, dass ich aufgebe und keine Motivation habe, was zu verändern. Was ich aber aufzugeben lerne, ist der Drang, es zu kontrollieren, zu steuern, nach meiner Idee zu leiten. Das kann ich nicht und führt bloss zu Frustration. Was also tue ich? Ich versuche es zu akzeptieren und schaue, was ich heute tun kann, um es zu verbessern. Und ich fange bei mir selbst an (ja - wieder so einer, der es weiss...)
Mit anderen Worten: falls Du Dich über die momentane Lage, dein Zustand, dein Leben, beklagst, lass mich kurz fragen: hilft es? Löst es die Probleme? Ok, vielleicht etwas zu dick aufgetragen, aber - und ja, diese Worte haben wir alle gehört und bravo, ich brauche auch keinen Rat etc. Ich weiss, und sowieso, man versteht meine Lage nicht, denn sie ist so aussergewöhnlich! Ja - bevor Du Dich ab meinen Worten ärgerst oder mit Dir selbst diskutierst; ich habe diese Gedanken über und über und über ernst genommen und viele Meilen getragen, habe mich beklagt und die Vergangenheit zehntausendmal gelebt und ihre Tränen fünftausendmal geweint - aber geändert hat sich nicht. Ich respektiere und verstehe Dich, wirklich.
Nun aber das wichtige: Wer sagt, es sollte so sein? Wer genau hat Dir gesagt, Du kannst nicht genau jetzt Dir Dich selbst betrachten und zu Dir selbst sagen: "hey, ich scheiss drauf, ich bin glücklich! Ich ENTSCHEIDE, wie ich mich fühlen will!"? Mit anderen Worten: verzeihe Dir selbst, dass Du so hart zu Dir selbst bist und stets Dich zu verbessern versuchst, deine Umgebung in Frieden undHarmonie bringen willst und alles Mögliche versuchst, um glücklich zu sein. Lasse los von der Idee, ES kontrollieren zu müssen und erlaube, dass das Universum sich vor Dir öffnet und Dir gibt, was Du momentan brauchst. Wenn Du das begreifst, wirklich in Dich aufnimmst und erkennst, dass Du in JEDEM Moment für Dich entscheiden kannst, wie Du fühlen willst, dann hast Du den Schlüssel zum Glück. Das Glück ist kein Zustand, der bleibt, es ist die Freiheit, in jedem Moment entscheiden zu können, wie man sich fühlen will, was man erkennen will in jedem Moment.
Mit a
Ja, es braucht DEIN Wille - eine Kraft Ja zum Leben zu sagen, wenn es auch grosse Steine vor Deine Füsse wirft. Und ja, Du musst an Dir selbst und Deiner Perspektive der Dinge arbeiten, deine Sicht hinterfragen und willig sein, jegliche Art von Wechsel in Deinem Leben anzunehmen!
Geil, nicht? Also, klopfe Dir selbst auf die Schulter und schau mit hoher Stirn auf den nächsten Stein. Den - irgendwann kommt bestimmt noch einer. Nur das Hüpfen wird einfacher. Und wer mag schon nicht schön stramme Waden.
Gruss und ein schüchternes Lächeln in die Runde,
Flurin.
(bilder: Kuba 2018 - Peten / Guatemala 2018 - Blume Guatemala