Wer erinnert sich noch an Professor Dr. Bernhard Grzimek?
Anfangs noch in schwarz/weiß brachte er uns die Tierwelt ins Wohnzimmer und wir Kinder mussten noch auf dem Teppich sitzen, während unsere Eltern im „60er Jahre Sessel“ vorlieb nahmen.
Alle Älteren von uns werden sich noch lebhaft an seine Tier-Dokumentationen erinnern.
Serengeti darf nicht sterben ist sicherlich noch immer sein bekanntester Film.
Ich kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern, dass damals bereits vom Artensterben der Tiere und Pflanzen die Rede war. Seit einigen Jahren allerdings wird immer öfter, unter anderem, von der Jagd auf Nashörner, Elefanten und Tiger berichtet.
Das gleiche gilt für die Wasserwelt.
Vor allem sind hier die Wale im Fokus.
Aber auch bei uns vor der Haustür, im Garten, in Feld und Wald hören wir vermehrt Berichte und Warnungen über das Artensterben der Tier- und Pflanzenwelt.
Besonders im Fokus haben wir bei uns hier ja das Aussterben der Bienenvölker.
Woran liegt das?
Ist es so einfach zu erklären, das wir Menschen schuld sein sollen?
Reicht unser Aktionismus aus?
Mehr regionale Produkte kaufen.
Mehr Bioprodukte.
Weniger Pestizide.
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Elektro-Autos kaufen.
Abholzung reduzieren.
Industrie zurückfahren – ist das überhaupt möglich?
Viele gut gemeinte Ratschläge und mittlerweile auch Vorschriften sollen helfen dagegen zu steuern.
Aber hilft das wirklich?
Hört sich doch alles so einfach an, oder?
Ich glaube aber, dass man das Artensterben nur dann wirksam bekämpfen kann, wenn man das im Ganzen angreift.
Das tolle Wort dafür wäre „ganzheitlich“ oder auch „allumfassend“.
Es nutzt uns doch gar nichts, wenn wir, als Beispiel genommen:
Den Müll trennen, ein sauberes Land präsentieren und hinter der Grenze wird der Müll weitertransportiert, nachdem er wieder zusammen gekippt wurde und in den anderen Ländern sortieren kleine Kinder täglich Plastikmüll, damit sie überleben können!!!
Was nutzt es uns, aus der Atomenergie aus zusteigen, wenn hinter der Grenze die nächsten Anlagen stehen und wir dem gleichen Risiko ausgesetzt sind wie vorher?
Wie konnten ganze Inseln aus Plastik im Meer entstehen?
Was nutzt uns hier die Neubepflanzung eines Tagebaugeländes, wenn in anderen Ländern weiterhin Brandrodung betrieben wird?
Schon einmal Berichte über Goldgräber gesehen?
Unglaublich wie die unsere Natur verstümmeln!!!
Sehen Sie sich mal in einem Basislager am Mount Everest um.
Es fehlen einem die Worte.
Hier mal ein Link dazu:
Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, wird schnell an seine Grenzen kommen, und die meisten von uns werden dann glauben, dass es ja sowieso nicht zu ändern ist.
Auch die Frage. „Was soll ich denn dagegen machen?“ hilft natürlich nicht.
Jeder Einzelne ist in der Lage etwas zu verändern.
Ich weiß natürlich dass das ein viel zitierter Spruch ist und auch kaum noch einer diesen Spruch hören kann, aber es bleibt die Wahrheit. Auch der, der den Berg abgetragen hat, hat natürlich mit einem Stein angefangen.
Für alle „Sarkasten“: Heute würden wir natürlich Maschinen dafür nehmen und Leiharbeiter aus...
Aber Spaß beiseite!
Nur wenn der Einzelne bereit ist, zu handeln, wird es funktionieren.
Ein perfektes Beispiel ist zur Zeit „Fridays for future“, gut geplant und organisiert.
Wenn man das an einem Samstag oder Sonntag gemacht hätte, wäre nichts draus geworden, oder?
Hier ist Schule schwänzen gesellschaftsfähig geworden. Obwohl man da geteilter Meinung sein kann.
Bebauungspläne werden gekippt und Großprojekte kommen zum Stillstand, weil Tierschützer eventuell wieder eine seltene Kröte – Salamander – oder auch Fledermaus entdeckt haben, die auf dem vorgesehenem Gelände „wohnen“!
Hilft das wirklich gegen das Artensterben oder wird hier nur etwas instrumentalisiert???
Bei dem Anblick von Hundebabys werden wir schwach und nehmen in der Regel auch direkt eins mit nach Hause.
Wir haben also so etwas wie einen Beschützer-Instinkt, oder?
Wir wollen auch kein Nashorn töten um unsere Potenz zu steigern, oder?
Warum gibt es aber immer noch Jäger, die jagen und schießen, nur um sich eine Trophäe an die Wand zu nageln?
Wenn wir das Artensterben verhindern wollen, warum wird dann so etwas nicht rigoros verfolgt?
Der eine Hirsch, der eine Tiger, der eine Elefant, das eine Nashorn......
Das kann doch alles nicht so wild sein, oder?
Es gibt doch so „Viieeeeeeeeelle“ davon.
Wenn Jeder von uns nur „einen“ erschießen will, haben bereits 99% Pech, weil qie keinen mehr finden!!!
Wir müssen also „UMDENKEN!“
Wilder Aktionismus und auch das Instrumentalisieren hilft hier in keiner Weise mehr weiter.
Ein in meinen Augen passendes Beispiel werde ich im zweiten Teil dieses Beitrages erklären.
Diesen Beitrag werde ich fortsetzen unter dem Titel:
Anders denken und anders handeln. Teil 10.
Coming soon.
Lasst Euch aber nicht den Tag verderben.
Der Filosof
Bilder wie immer kostenlos aus dem www/Pixabay