Der Bau der Berliner Mauer ist eines von vielen tragischen Ereignissen im Laufe der deutschen Geschichte. Ihre Wunden werden mit den nachwachseneden Generationen verheilen. Was zurückbleibt ist eine Narbe, die uns daran erinnern soll, dass man zwar eine Stadt teilen kann, jedoch die Menschen, die darin leben nicht. Die Geschichte steht wie ein mächtiger Felsen am Abgrund der mächtigen Landmasse und nur die Zeit ist wie der Wind, der sie erodierend lässt.
Deutschland, ein Land, dass eine unruhige Geschichte vorweisen kann, ist gerade nach den abscheulichen Weltkriegen, von Menschenhand gemacht in zwei Systeme gespalten worden. Die Stadt ist nach dem zweiten Weltkrieg zum politischen Spielball geworden, auch wenn beide Systeme, sowohl die Kapitalistische als auch die Sozialistische Seite des Landes meinten, sie seien die bessere Hälfte des versüßten Kuchens zu sein, so bleibt doch der Bissen vergiftet lange Jahre im Verdauungsapparat. Der Wind frischte in den 80iger Jahren zunehmend auf, der sich zu einem Sturm formierte. Auf seinem Weg entreißt er dem Felsen kleine Sandkörner, die weit hinweggeblasen werden, doch er ist zu schwach um den ganzen Stein wegzuwehen. Es bleibt was übrig von ihm. Ein kläglicher Rest, aber ein Rest auf dem man aufbauen kann. So haben die Menschen die Chance genutzt 1989 den verbleibenden Stein zu erhalten. Nun obliegt es ihnen etwas daraus zu machen. Allein die Einigung des deutschen Landes bringt noch lange nicht die Erfüllung. Auch wenn die Zeit weiterweht, werden die Menschen das Land formen und die Zukunft gestalten. Es liegt in der Hand der neuen Generationen etwas aus der Vergangenheit zu lernen und es besser zu machen. Gemeinsam mit Reichen und Armen, Kranken und Gesunden, Jungen und Alten über Vergangenheit und Gegenwart streitend, aber versöhnend am reichhaltigen Tisch zu sitzen, die Mauern der Vergangenheit aus den Köpfen der Tischrunde zu verbannen um gemeinsam 30 Jahre Mauerfall zu gedenken und zu feiern.