Nach der neuen Sprachregelung ist es antisemitisch, wenn man Dinge an Israel kritisiert, die man bei anderen Staaten nicht kritisieren würde.
Den Staat Israel abschaffen zu wollen, ist ebenfalls antisemitisch.
Als Libertärer bin ich dadurch in der seltsamen Situation, dass es für mich genau andersherum ist und ich nur bei Israel nicht das fordern darf, was ich bei allen anderen Staaten fordere, nämlich die Abschaffung des Gewaltmonopolisten.
Als methodologischer Individualist reagiere ich allerdings nur noch konsterniert auf den Vorwurf des Antisemitismus. Ausgerechnet die Juden soll ich hassen? Ich kenne kein Kollektiv, das heterogener ist. Ich wüsste beim besten Willen nicht, was die alle gemein haben sollen, was ich irgendwie hassenswert finden könnte. Seit es Israel gibt, sind sie sogar erwiesenermassen genau so blöd wie wir diversen Goyim und haben jetzt auch einen eigenen Leviathan, nur für sich.
Wäre ich Jude, wäre ich ein "self hating Jew", der ganz sicher lieber in New York oder der Schweiz leben würde, als in irgendeiner Siedlung in der Wüste, umzingelt von feindseligen Arabern.
Ich würde mich ferner zurücksehnen an die gute alte Zeit, als wir das coolste Volk der Welt waren, weil wir ganz ohne Staat und Territorium Jahrtausende überleben konnten.
Hätte es den Staat Israel 1933 schon gegeben und hätten alle Juden dort gelebt, hätte es Hitler dann leichter oder schwerer gehabt sie alle zu erwischen?
Auch die Juden werden mich nicht überzeugen, dass Staaten eine gute Idee sind und jüdische Steuern sind auch Raub.
Shalom.
PS:
Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass Juden überproportional am Kommunismus schuld sind, obwohl der antikommunistische Antisemitismus der ist, den ich bzgl der Grundmotivation noch am ehesten nachvollziehen kann.