Halten wir fest, was Fakt ist.
Fakt ist, dass das Anlegen von multiplen Konten technisch möglich ist. Es ist dem System immanent.
Fakt ist, dass es den Downvote-Knopf gibt.
Ob ich persönlich denke, ob es richtig ist, dass "alle machen können was sie wollen" ist in dem Moment irrelevant, weil sie es a.) ohnehin tun und b.) ich mir nicht anmaßen kann, zu beurteilen, was "alle" richtig oder falsch machen. Ich trete nicht für "alle" auf, sondern immer nur für den einen oder anderen, den ich entweder verteidige oder kritisiere. Es ist unmöglich, für "alle" zu denken.
Weil das unmöglich ist, spreche ich mit dir und du sprichst mit mir. Du hast zwei Konten, ich habe eins. Das ist ein Statement, wenn du so willst und eine Rolle, die jeweils du und ich als Vorbild einnehmen. Davon leite ich aber nicht zwangsläufig ab, dass wir die moralisch besseren Menschen sind.
Wenn du beide Funktionen des Systems rundheraus ablehnst, was folgerst du daraus? Welche Handlung leitest du davon ab? Willst du das ändern? Wenn ja, wie? Denkst du, dass eine Meinung haben die Programmierer dazu bringt, die Funktionen abzuschaffen?
Wenn du die Perspektive derjenigen einnimmst, die downvoting befürworten, dann kommst du eben dort an, wo du selbst sagst, dass du es nicht okay findest, dass hier jeder machen soll, was er will, denn genau das ist die Position der Downvote-Befürworter.
Ich habe dir differenzierte Ansichten dargelegt. Du aber willst nur eine prinzipielle Antwort von mir haben, obwohl ich dir sagte, dass ich nicht in diesen Prinzipien denke. Was willst du hören? Dass ich sage, wer 40 Konten hat, ist automatisch ein Arschloch? Kann sein, kann auch nicht sein, woher soll ich das wissen?
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