RE: RE: Hive schafft sich selbst ab 👎👎👎 - alle Blogbeiträge unserer Familie downgevotet
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RE: Hive schafft sich selbst ab 👎👎👎 - alle Blogbeiträge unserer Familie downgevotet

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Ach so, Danke. Das ist meiner Definition nach kein "Prinzip", sondern eine Ansichtssache zu Dingen, die nicht prinzipiell geregelt sind. Daher war ich irritiert.

Nun habe ich den Artikel bei Hiq gelesen. Noch nie von denen gehört, ich blogge aber ohnehin fast ausschließlich auf Englisch.

Man kann es von mehreren Seiten betrachten.
Der Artikel ist lustig und unterhaltsam geschrieben. Nur wird der user, um den es geht, das nicht lustig gefunden haben, wie man ja auch dann gesehen hat.

Wenn ich mit etwas Ernsthaftigkeit darauf eingehe, würde ich sagen, wo kein Geschädigter , da muss nicht zwangsläufig Verdacht auf Betrug öffentlich zur Sprache gebracht werden. Schließlich ist hier niemand offiziell als Exekutive, Legislative und Judikative im Amt. Es gibt hier nur "witnesse", ganz was anderes. Weder haben sie sich offiziell zur Selbst-Regulation verpflichtet, noch haben sich welche aus den witness-Reihen als offizielle Opposition zu anderen witnessen aufgestellt (um diese Analogie zu verwenden).

Von "Betrug" zu sprechen, ist ein starker Begriff und das muss man dann auch gut beweisen können, wenn man sich als ordentlicher Journalist versteht (außer, es ist ein klar erkennbare Satire-Magazin). Ein Journalist befragt seine Quellen danach, in welcher Weise an ihnen Betrug verübt worden ist und muss ihre Glaubwürdigkeit prüfen, stichhaltige Beweise für einen Betrug vorliegen haben, die einer rechtlichen Prüfung standhalten etc.

Hiver, die etwa "Erklärungen" erwarten oder sogar verlangen, schießen übers Ziel hinaus. Sie haben kein Recht auf Erklärungen und insoweit sie sich so verhalten, als hätten sie es, sind sie der sprichwörtliche Mobb.
Dass ein User Gegenstand der Diskussion ist, geschieht, aber ob es auch diskutiert werden sollte, würde ich in Frage stellen. Mir scheint, dass niemand dabei etwas gewinnt. Und dir?

Egal, wie dumm derjenige sich verhält, der ins negative Licht geriet. Es ist nach meinem Dafürhalten nicht die Sache der vielen, einen Menschen für schuldig zu erklären, weil man ihn etwa persönlich nicht leiden kann oder seine Business Ideen scheiße oder fragwürdig findet. Sie mögen fragwürdig sein, in der Tat, dann mache ich mit demjenigen keine Geschäfte oder meide ihn. Sprich: Wenn ich "glaube" anstatt gezielt nachzufragen, trage ich meinen Teil dazu bei, betrogen zu werden.

Es wurde sich darüber mokiert, dass Leute andere Menschen mit Ghostwriting beauftragen, das gibt es in der Tat. Wer genug Geld hat und meint, sich auf einem neuen Portal einen Namen machen zu wollen, aber keine Zeit hat dafür, warum soll der keinen Ghostwriter beauftragen? Der muss dann über den Posting-Key verfügen oder bekommt Vollmachten über andere Keys. Wer nicht blöd ist, regelt das per Vertrag miteinander. Dann kann man auch im Falle einer Vertragsverletzung zu den Behörden gehen. Wäre persönlich nicht mein Ding und ich wäre nicht zufrieden, dass jemand anderes in meinem Namen etwas schreibt. :) Ich bin dann aber kein "Opfer", sondern ein "Kunde". Schließlich kann ich sagen, dass ich eine Vorab-Veröffentlichung sehen will, bevor sie online geht. Wenn das nicht geschieht, war's das mit der Geschäftsbeziehung.

Wer zu leichtgläubig ist und einem fremden Menschen seine Keys gibt ohne sich abzusichern, nun ja, der bekommt eine Lehre. Man lernt aus Fehlern, die man macht. Meistens macht man so einen Fehler nur einmal. Ist ja auch kein Weltuntergang, alle Menschen zahlen im Laufe ihres Lebens für Dummheiten. Zum Kläger würde ich vielleicht dann, wenn ich viel Geld (oder Ansehen/Leserschaft) verloren haben würde, aber dann würde ich mich fragen, wie es sein kann, dass ich meinen Namen oder mein Geld aufs Spiel setze und einfach jemandem meine Keys gebe. Ich würde außerdem nicht wollen, dass mein Username als Geschädigter von irgendeiner "Redaktion" aufgegriffen würde. Wenn ich das wollte, müsste ich mich fragen, warum ich das will.

Zwei Betrachtungen:

  • Entweder man will das Hive-intern regeln, dann nimmt man nicht das gängige Recht in Anspruch und vertreibt einen User mit eigenen (ungeregelten) Mitteln. Das schlägt Wellen, weil die Einzelnen willkürliche Meinungen abgeben, etwa.
  • Man will das über den offiziellen Rechtsstaat klären, dann schaltet man die Behörden ein. Dann muss ich aber klar ein Geschädigter sein oder aber jemand, der eine Anzeige wegen Verdacht auf Missbrauch einreicht und meine, dass man Leichtgläubige warnen muss. Das kann zur Folge haben, dass die Behörden solche Plattformen gar abschalten oder ihrerseits regulieren wollen.

Mir persönlich scheinen die Leute hier das weniger ernst zu nehmen als es den Anschein hat. Man macht einfach, wozu man Lust hat.

In den Kommentaren dort habe ich keine Geschädigten gesehen. Überwiegend sich Empörende.

Da das hier ein ungeregelter Raum ist, versuche ich, die Dinge weniger ernst zu nehmen. Manchmal gelingt es mir nicht und ich diskutiere mit, möchte mich aber davor hüten, irgendwen zu verdächtigen oder zu verunglimpfen.

Entschuldige, ich habe etwas ausgeholt und das hat meine Antwort sehr lang gemacht.

Liebe Grüße an dich zurück.