RE: RE: Meine Gedanken zu künstlicher Intelligenz
You are viewing a single comment's thread from:

RE: Meine Gedanken zu künstlicher Intelligenz

Words
404
Reading
2 min
Listen
Play
3y

Wer fest davon überzeugt ist, eine wie auch immer vollzogene Bewertung der Expertise des jeweiligen Individuums sei prinzipiell nicht möglich, wird die Idee wohl ablehnen.

Ich hoffe nicht, dass du mich so verstanden hast. Ich denke, dass die Bewertung von Erfahrung und Fachwissen wichtig ist, sobald man mit jemandem zusammen arbeiten will. Wie sonst soll man herausfinden, mit wem man es fachlich zu tun bekommt? So viel habe ich, wie ich hoffe, ausdrücken können.
Das Menschliche lässt sich durch KI-Mustererkennung aber davon nicht ableiten, die berühmten "soft skills". Weil es an der messbaren Sprache fehlt, um daraus auf ein vollständiges Bild zu schließen (Qualitätsmerkmale sind nur sehr schwer in messbare Daten zu fassen, das sieht man schon an der Problematik, was hier auf Hive als Qualitätspost gesehen wird). Daher ist es unvollständig, kann höchstens Vergangenes abbilden (durch ein Führungszeugnis, etwa).
Man kann zwar "Team-Fähigkeit" in eine Stellenbeschreibung schreiben, wird aber erst wissen, ob jemand fähig ist, in einer bestehenden Gruppe zu arbeiten, wenn er es faktisch tut. Jemand kann in der Vergangenheit gut im Team gearbeitet haben, dann haben er und das Team zusammen gepasst. Da jedes Team aus anderen Menschen besteht und stets welche gehen und neue kommen, verändert sich die Team-Dynamik entsprechend dieser Änderungen. Sie verändert sich auch dann, wenn einer in der Hierarchie aufsteigt und mehr Verantwortung bekommt. Mancher blüht dann richtig auf, andere erledigen die neue Position schlecht, obwohl sie in ihrer vorherigen gut waren usw.

Im Grunde sind daher Vorher-Bewertungen (Vorhersagen über Menschen) weniger wichtig, als wir vielleicht denken, weil sich eine Dynamik immer erst in der Gegenwart erschließt und erst durch aktives miteinander arbeiten.

Ich habe die Details einer möglichen Umsetzung für politisches Arbeiten als deinen Denkanstoß weiter gedacht und daraus Fragen formuliert. Bin also eingegangen auf deine politische Idee.

Letztlich kann die Idee gewichteter Votes nur dann funktionieren, wenn anhand gewisser Kriterien ein (auch vom jeweils zu lösenden Problem abhängiges) Vote-Gewicht ermittelbar ist.

Das habe ich nicht verstanden. Kannst du mir ein Beispiel geben?

Du kannst immer mehr und immer mehr Kriterien in einen Bewertungskatalog aufnehmen und wenn du beispielsweise eine eigene Firma hast, würde dir wohl niemand außer deinen Geschäftspartnern in deine Rekrutierungsmaßnahmen hineinreden.

Tatsächlich können wir beide uns aber nicht darüber weiter unterhalten, da du deine Kriterien bei der politischen Basis-Arbeit bisher nicht genannt hast, die eine andere Dimension menschlichen Zusammenlebens einnimmt (für eine Kommune oder eine Stadt, z.B.), als eine einzelne inhabergeführte Firma, etwa.

@erh.germany: Wer fest davon | Ecency