Ja, man kann, wenn man dafür offen ist, einen Wehrdienst bzw. Zivildienst als wertvolle Erfahrung für sich nehmen, um zu wissen, was man nicht will, wenn man da seine Zeit verbracht hat, beispielsweise. Oder, es hat einem gefallen und man weiß nun, dass Soldat sein oder Pfleger, eine mögliche Berufswahl darstellt.
Niemand wächst frei auf, alle sind bestimmten Zwängen unterworfen, so sehe ich das.
Als Kind in die Schule zu müssen, war spätestens nach dem ersten Schuljahr irgendwie klar, obwohl man ja als kleiner Mensch nichts über die Gesetze wusste. Aber eine Ahnung, dass man nicht einfach zu seinen Eltern sagen konnte, dass man "ab morgen nicht mehr in die Schule will", die war auf jeden Fall ausgeprägt. Ich hab vergessen, was ich als Kind gedacht haben mag in dieser speziellen Hinsicht. Es war wie es war.
Ein Mensch kann sich für alles Mögliche begeistern oder entgeistern. Es ist eine phänomenale Eigenschaft des Menschen, sich mit den Orten und Ereignissen zu identifizieren, in denen er sich überwiegend aufhält. Wann etwas zur Überidentifikation führt, merkt man an den Problemen, die einen erreichen.
Übungen bei der Bundeswehr mit echten Waffen und schweren Maschinen, ja, das denke ich, wäre in der Tat etwas ganz anderes, als sich das nur vorzustellen. Man kann die daraus gewonnenen Erkenntnisse für den Einzelnen nur nicht bestimmen oder vorhersagen. Schön ist es, wenn der einzelne junge Mensch aus seinem Umfeld spürt, dass er immer die Freiheit der Entscheidung hat. Wo gezwungen wird, muss man gezwungenermaßen dagegenhalten, wenn man sich persönlich das zutraut.
RE: Auweia!!! Steinmeier fordert Zwangsarbeit für Kinder und Jugendliche und nennt es Dienstpflicht...