Auch eine Genossenschaft muss ja den Boden, den sie bewirtschaftet, in einer Art Eigentumsgewohnheit betrachten und behandeln - sie hat dieses Land irgendwann erworben, würde ich denken (weiß es aber nicht). Wenn viele sich das Land teilen, besitzen sie es dadurch, dass sie es lokal mit ihren Körpern und durch ihre dort stattfindenden Tätigkeiten (Arbeit) besetzen.
Wenn ein Stück Land dadurch besetzt ist, dass man darauf Ernährungswirtschaft betreibt und der Wille, solches zu tun, vorwiegend die Arbeit - also den Sinn und den Zweck - der Beteiligten bestimmt, will man dieses Land vermutlich eher nicht ausbeuten oder übernutzen, weil es das eigene Wohlbefinden beeinträchtigen würde. Man würde den angerichteten Schaden sofort sehen und darunter leiden. Der Mensch ist sehr mitfühlend in dieser Hinsicht.
Eine Alleinherrschaft eines Einzelnen oder einiger weniger über große Gebiete kann nicht in seine oder deren direkte Erkenntnisse und Erfahrungen münden, denn der Alleinherrscher über einen Ozean würde nicht selbst zum Fischen herausfahren, nicht? Wie kann er aber gleichzeitig Fischer und Alleinbesitzer sein?
Als Alleinbesitzer hätte er keinerlei Bezug zu dem Element und auch keinerlei Bezug zu den anderen Fischern. Er müsste sich mit dem gewaltigen administrativen Apparat beschäftigen, den sein Alleineigentum nach sich zöge.
Einer allein kann überhaupt kein Land besetzen, weil er nur einen einzigen Körper hat. Das einzige, was diesen Einzelnen davor bewahrt, dass andere sein Land besetzen, dessen Eigentumsrechte er sich gesichert hat, ist sein Eintrag im Grundbuch.
(Daher gebe ich dir zwar Recht, dass Bodeneigentum eine Voraussetzung für eine freie Gesellschaft ist, aber anders vielleicht, als du es hier skizziert hast.)
Ein solcher Allein-Eigentümer hätte aus meiner Sicht keinen besonderen Anreiz, sich um das Wohl der Leute oder Fische zu kümmern, weil er von ihnen keine psychologische und körperlich unmittelbare Abhängigkeit spürte. Er würde vielleicht nur denken, dass er Gutes täte, aber eine Kontrolle von wenigen über die vielen (und riesige Landstriche und Gebiete) ist schon deshalb verzerrt, weil diese Leute sich mühsam Informationen beschaffen wollen, die sie im Grunde direkt vor Ort selbst sehen könnten, würden sie ein Land denn wirklich mit ihren Körpern besetzen. Was sie nicht tun. Sie besitzen es lediglich. Ausnahmen mögen diese Regel bestätigen.
RE: Warum Deflation besser wäre als Inflation / Why deflation would be better than inflation