Eine erfrischende und tiefgründige Besprechung des Bullshit-Begriffes. Mir fällt der "Diletantismus" dazu ein, eine vielleicht treffende altmodische deutsche Beschreibung, oder? Diese Art hastige und nicht sonderlich an der liebevollen und sich mit dem Produkt / der Leistung befassende Arbeit, mit der man eigentlich nur fertig werden will. Das Ziel heißt "fertig werden, um zu ...". Dieser Zeitgeist, dass man dauernd glaubt, mit etwas fertig werden zu wollen, um - angeblich - etwas Angenehmeres zu machen, bei dem man dann aber eben auch nicht mit wirklichem Interesse dabei ist (gemeinhin Konsumieren), ... . Man hat ein seltsam unbefriedigendes Grundgefühl von "Leere" dabei.
Schön, wie du es beschreibst, wo du sagst, dass sich alte Klausuren anschauen, einen davon abhält, eigene Gedanken, Thesen und Antworten auszuprobieren. Da fehlt ein eigenes Interesse am Studium. Auch wieder nur studieren, um zu ...
Was das Handwerk angeht, so würde mein Bruder dazu "Pfuschen" sagen, wenn einer nur außen und nicht auch innen für eine gute Verarbeitung sorgt. Er ist Restaurator von alten Autos und Flugzeugmechaniker, macht seine Arbeiten mit sehr viel Liebe zum Detail. Ich selbst kenne das vom Nähen, da sollen die Innen-Nähte ebenso schön werden wie die außen (bin noch allerdings im Stadium eines Lehrlings), denn es macht beim Waschen/Pflegen einen Unterschied.
Gehst du privat einem Handwerk nach? Bzw. einem Hobby, bei dem du einen Prozess von A- Z durchläufst?
RE: Bullshit: Fluch oder Segen in einer schnelllebigen Zeit?