Wer will, dass es den Rentnern gut geht, der muss dafür sorgen, dass die Produktivität im Lande steigt. Zusätzlich muss es attraktiver werden hier zu arbeiten und Unternehmen zu gründen.
Absolut richtig!
Mein Vorschlag wäre folgender: persönlicher Körperfettanteil = persönlicher Steuersatz.
Da habe ich wirklich gelacht.
Das würde auch das Gesundheitssystem immens entlasten.
Das Gesundheitssystem funktioniert ja deshalb nicht, weil Risiken nicht entsprechend berechnet werden. Fettleibige zahlen den gleichen satz wie Normalleibige. Raucher denselben wie Nichtraucher. Risikosportler zahlen denselben Satz wie Normalsportler etc. Hier liegt das Problem!
Grundsätzlich war das Umlageverfahren in der Rente ein politischer Coup Adenauers, der wiedergewählt werden wollte. Erhard wollte nur, dass Kinderlose den doppelten Beitrag zahlen wie Menschen mit Kindern. Das hat Adenauer abgelehnt und damit zumindest die Kinderlosen über das Umlageverfahren bevorteilt. Weiterhin wurden versicherungsfremde Leistungen aus dem Topf entnommen und das seit Jahrzehnten! Beamte, Hochverdiener und Selbständige zahlen auch nicht ein (was ich nicht befürworte!). Das die Kassen da immer knapper werden, muss da nicht wundern.
Schöner wäre es, den Menschen die Wahl zu lassen. Selbst vorsorgen oder Umlageverfahren. Ich glaube in Chile hat man das Modell Umlageverfahren vor über 30 Jahren umgestellt.
Was ist eigentlich mit dem Norwegischen Staatsfonds?
Die Norweger machen es ja anders, wie du im Bild sehen kannst. Haben glaube ich über 9000 Beteiligungen im Fonds. Habe jetzt aber keine Ahnung, wob sie den MSCI World damit auf Dauer schlagen konnten.
Grundsätzlich ist die Vorsorge keine Aufgabe, die man dem Staat übertragen sollte, weil wie Du schon sagst, kann ein verbeamteter Manager überhaupt die "richtigen" Entscheidungen treffen? Vorsorge ist Privatsache, so wie Religion und Bildung.
Ich denke auch, dass man in einer freien Welt überhaupt nicht über Rente aus Umlageverfahren nachdenken muss, denn das ist immer mit Zwang verbunden und daher abzulehnen. Dieses Verfahren macht nur im "Staatsdenken" logisch Sinn, weil man ein Leben lang für ihn gearbeitet hat (Steuern- und Sozialabgaben), und daher erwarten die MEnschen auch eine auskömmliche Rente vom Staat. Das funktioniert aber auf Dauer nicht, weil alles was der Staat anfasst zu Scheiße wird. Er ist die einzige Institution, die aus Gold Scheiße macht und für jede Lösung ein Problem hat.
Das liegt daran, dass wenn Beamte etwas für Menschen planen, deren Präferenzen sie nicht kennen können (Wissensproblem), kann das nur in die Hose gehen. Zumal sie auch nicht die Verantwortung tragen müssen, wenn´s in die Hose geht (wieder Entkopplung von Handeln und Risiko).
Aber dennoch Dank für Deinen Beitrag. Klar ist auch, dass eine Anlagemethode nicht funktioniert, wenn sie alle machen wollen. Ist ja logisch. Du darfst aber nie vergessen, dass auch immer Menschen in der Phase des Entsparens sind! Das System ist immer im Gleichgewicht resp. strebt zum Gleichgewicht. Wir müssen uns also nie Gedanken darum machen mit Modellen wie "Wenn das alle machen würden..." So etwas gibt es nicht. Es machen nie alle Menschen das gleiche, es sei denn sie werden durch einen Staat dazu gezwungen. Das verursacht Krisen.
Kurzes Bsp noch: Statistisch gesehen fallen jedes Jahr ca. 2-3% der Kredite aus. Damit rechnet auch der Markt und das ist völlig normal. In der letzten Finanzkrise waren es in den USA ca. 15 oder 20% (genau weiß ich es nicht mehr). Das ist völlig atypisch. Es kann nicht sein, dass sich gleichzeitig so viele Menschen geirrt haben. Das kann nur bedeuten, dass der Staat dort eingegriffen hat oder Gesetze so gestaltet waren, dass dies so möglich war.
RE: Aktienrente