Schade, dass du deinen Vater nicht auf seinem letzten Weg begleiten konntest. Die Erinnerungen sind sicher lebendig genug, um mental und in Gedankenverbundenheit Abschied zu nehmen.
Als ich vor drei Jahren einen sehr wichtigen Menschen verloren habe, habe ich es auch nicht geschafft persönlich den Weg zu begleiten. Ich hatte damals das Gefühl, dass die Person irgendwie bewusst das kurze Zeitfenster abgepasst hat, in dem keiner da sein konnte.
Jeder muss seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo finden, um zu verarbeiten. In der Situation von oben kam ich anschließend ganz gut klar. Ich hatte das Gefühl, dass ich das alles gut weggesteckt habe. Knapp drei Jahre später hat es mich dann eingeholt und die Trauer wollte verarbeitet werden. Leider habe ich erst bei der Trauerbewältigung verstanden, dass dieser von mir geliebte Mensch, einer der für mich wichtigsten Personen war. Die Person hat jetzt einen noch größeren Stellenwert und Platz in meinem Herzen. Ich habe das Gefühl, dass die Person zu Lebzeiten von ihrer besonderen Rolle in meinem Leben wusste, auch wenn ich es erst jetzt so richtig geblickt habe.
Mögen die Gegangenen ihren Frieden haben!
RE: Danke Papa!