ist ein zweiteiliger Polit-Thriller aus dem Jahr 2005. Der britische Historiker Fluke Kelso besucht eine Konferenz in Moskau. Abseits der Konferenz tritt ein wirr anmutender Mann hastig auf ihn zu und teilt ihm mit, dass er Informationen über Stalin hat, deren Offenbarung die Geschichte verändern könnten. Fluke weiß nicht genau, was er von dem Mann halten soll, ob es nur ein Spinner ist oder dieser ernst zu nehmen ist. Später wird der Mann tot aufgefunden, der sich als früherer Wachmann im Kreml entpuppt, der schon zu Stalins Zeiten nahe am politischen Zentrum Moskaus tätig war. Tatsächlich gibt es dann eine Spur zu hoch brisanten Informationen, die dazu führen könnten, dass die Geschichte neu geschrieben werden müsste, aber die auch dazu führen könnten, dass die Gegenwart unliebsame Änderungen erfährt.
Die Geschichte rollte erst langsam an. Der Film ist sehr dialoglastig und legt nicht viel Wert auf Action. Hier stehen (fiktive) historische Ereignisse zunächst im Vordergrund. Doch nach und nach steigt der Spannungsbogen an und das stetig. Nach einer Anlaufzeit baut sich echte Spannung auf. Was erst langsam an Fahrt aufnimmt, wird zunehmend zu einem spannenden Krimi und Thriller. Die historische Wahrheit um Stalin entblättert sich nach und nach wie eine Zwiebel, Schicht um Schicht.
Wer Polit-Thriller mag, ist hier genau richtig. Gewissermaßen handelt es sich um einen Polit-Thriller aus dem Bilderbuch, ganz dem Genre gerecht werdend. Einen Daumen hoch, für einen kurzweiligen Filmabend mit einem überzeugenden Daniel Craig sicher nicht verkehrt.