Als Fernsehen bezeichnet man die Übertragung bewegter Bilder. Dies ist möglich durch das Zerlegen der Bilder in einzelner Bildpunkte, die in elektrische Impulse umgewandelt werden.
Bereits 1843 wusste man, dass für elektrisch zu übertragende Bilder ein zerlegen des Bidlfeldes erforderlich ist. 1884 bekam der deutsche Paul Gottlieb das Patent auf seine so genannte Nipkow-Scheibe. Diese enthielt eine Reihe von Löchern. Setzte man die Scheibe vor dem Auge in Drehung, wurde zunächst durch ein äußeres Loch im Streifen an der oberen Seite abgetastet, anschließend darunter liegende, bis das gesamte Bild abgetastet war.
1906 wurde die Braun'sche Röhre von Dieckmann entwickelt. 1930 führte dann M. von Ardenne das erste vollelektronische Fernsehbild vor. In den nächsten Jahren gab es immer mehr Programmausstrahlungen mit Wochenschauen und Kurzspielfilmen. Das öffentliche Fernsehen wurde 1952 von NWDR(Nord-West-Deutscher Rundfunk) aufgemonnen. Das offizielle Farbfernsehsystem seit 1967 ist das bei Telefunken entwickelte PAL-System. Seit 1985 wurde für das Satellitenfernsehen das D2-MAC-System eingeführt. Bis ein Fernsehbild den Zuschauer erreicht, werden zunächst die Bilder mit einer Video- oder Fernsehkamera aufgenommen und in Bildsignale verwandelt. Beim Ausstrahlen gelangen die Signale über eine Antenne, ein Kabel oder eine Satellitenschüssel ins Haus und werden hier vom Fernsehgerät wieder in Bilder und Töne umgewandelt.
Heutige Farbfernsehbilder bestehen aus 625 Zeilen, die pro Sekunde 25 oder 30 Bilder erzeugen. Dabei werden pro halbe Sekunde abwechselnd die grad- und ungradzahligen Zeilen angezeigt, so dass sich daraus 50 oder 60 Bilder pro Sekunde ergeben. Diese Menge an Bildern pro Sekunde wird als FPS angebeben und ab einer FPS ab 50 sieht ein Video flüssig aus. Dieses Verfahren nennt man Zeilensprngverfahren. Es lässt ein flimmerfreies Bild entstehen. Für die Farbe im Bild lässt sich jede für das Auge sichtbare Farbe mit den drei Primärfarben rot, blau und grün darstellen. Diese werden in den entsprechenden Anteilen gemischt. UM bei größeren Bildschirmen die Bildhelligkeit und Bildschärfe zu erhalten, wird hier die Zeilenzahl pro Einzelbild erhöht. Bei neueren Gerätem wird mit mehr als 1.000 Zeilen pro Einzelbild gearbeitet.
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Christopher