Ein bisschen bezweifle ich ja, dass deine Kollegin eine echte Gartenspießerin ist, wenn sie Holunder mit Giersch verwechselt.
Aber richte ihr doch bitte aus, dass es im Bereich der Beikrautentsorgung eigentlich nichts Befriedigerendes als den Kampf gegen Giersch gibt. Wenn ich den Kopf so richtig frei kriegen möchte, schnappe ich mir so eine Plantage und ergötze mich als Erdferkel daran, die meterlangen Wurzeln mit den Händen freizuwühlen und möglichst unbeschadet zu entfernen. Also die Wurzeln. Mein Schaden ist dann schon der, über und über verdreckt zu sein. Und das schöne ist doch, dass das Kräutlein so dankbar und potent ist, dass es dir zwei Wochen später wieder die Möglichkeit gibt, dich auszutoben, als wenn nichts gewesen wäre.
Ich fahre mittlerweile auch ganz gut damit, den Giersch als hübsche Blühpflanze zu akzeptieren.
Als Spinat gekocht, kannst du übrigens auch die älteren Blätter verwerten. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Ordentlich Zwiebeln und Speck, dann schmeckt der Giersch nicht mehr so raus ;-)
Schöne Pfingsten,
Chriddi
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RE: Bürogespräch