Sprossen finden ihre Wege
Vöglein zwitschern im Morengraun
Das Leben ist wieder rege
entrissen einem dunklen Traum
Die Tage werden Lang
Im warmen Sonnelicht
Die Nachtigal im Mondschein Sang
reifen alle Frücht
Natur im farbgen Blätterkleid
Überfluss wohin das Auge sieht
dem Einen Freud des Andren Leid
In goldnem Licht die Welt erglüht
Frost klopft leise an die Tür
Rückzug heisst's Gebot der Stunde
Es folgt Pflicht auf die Kür
Bald folgt des Frühlings frohe Kunde
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Glückwunsch, ihr habt meinen kleinen lyrischen Versuch überstanden. 😄 Das Thema des Ecency Discord lautet diese Woche: Wandel der Jahreszeiten. Ich hoffe, mit meinem kleinen Gedicht konnte ich das Quartett gut charakterisieren.
Leser meiner Serie achtsames Wochenende wissen bereits, dass ich den Herbst sehr mag. Aber es ist nicht einfach der Herbst, den ich mag. Nein, vielmehr mag ich alle Jahreszeiten. Oder etwas genauer gesagt, mag ich den Wechsel an sich. Ich mag die Veränderung in diesem Kreislauf.
Und wo sieht man diesen besser als in der Natur? Es ist ein so schönes Sinnbild für das Leben selbst. Auch da gibt es diesen Wandel, im Grunde ist genau dieser die einzige Konstante.
Verrückt, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, dass diese Abfolge von Jahreszeit, jede für sich, mit ihrem eigenen Gesicht, bereits seit Jahrtausenden so abläuft. Und vermutlich wird dieser Kreislauf, trotz aller Veränderungen in Klima und Umwelt, auch noch weitere Jahrtausende so weiter gehen.
Der Baum auf dem folgenden Bild, eine Eiche, ist vielleicht 100 Jahre alt und damit gilt er noch als Jungspund. Es gibt 1000-jährige Exemplare. Eintausend Frühlinge, Sommer, Herbste und Winter.
Das relativiert so einiges, mir zumindest geht es so.
Viele Menschen sehnen sich wehmütig nach dieser oder jener Jahreszeit. Dabei sind es doch genau die Eigenheiten und der Wechsel, welche die Unterscheidung erst möglich machen.
Ich mag den Herbst am liebsten, aber ohne Sommer und Winter wäre so etwas wie Herbst nicht denkbar.
Es sind die Kontraste, die unser Leben, ja das Leben an sich, lebendig und aufregend machen. Zumindest geht es mir so.
Als Abschluss gibt es heute quattro stagioni, nein keine Pizza! Der musikalische Ausdruck des heutigen Themas schlechthin. Antonio Vivaldis Konzerte für die Violine: Die vier Jahreszeiten.
Ja ich weiss, Klassik ist nicht jedermanns Sache, aber gebt dem Stück eine Chance, es lohnt sich.
Ich hoffe mein heutiger Beitrag hat euch gefallen &
Bis bald.
Die vier Jahreszeiten auf Wikipedia
Ecency Discord Topic 42 | Seasons Change
Achtsames Wochenende #23 | der Herbst
Text by @captainloken