Wenn das Verhältniswahlrecht von den Parteien so manipuliert werden kann, dass es nicht mehr der Mehrheit des Souveräns entspricht, dann stimmt etwas nicht mit dem Wahlsystem. Ich war früher auch ein Anhänger des Verhältniswahlrechts, jetzt bin ich für das absolute Mehrheitswahlrecht. Das schafft eine klare Mehrheit. Und wenn die Regierungspartei für ihr Programm keine Mehrheit mehr bekommt, dann ist sie auch abgewählt. In Deutschland hört man oft den Spruch: Wenn man A sagt, muss man auch B sagen. Nein - in einer Demokratie kann man A sagen und wenn man merkt, dass A falsch ist, dann muss man NICHT B sagen. Das ist Demokratie.
Außerdem ist aus meiner Sicht das Abwählen wichtiger als das Wählen, denn nur das garantiert auch Veränderung. In der DDR konnte jeder wählen, aber er konnte den Sozialismus nicht abwählen - was nützt da die Demokratie. Erst als die Menschen auf die Straße gingen, wurde der Sozialismus abgewählt. Inzwischen kommt es mir in Deutschland so vor wie in der DDR - man kann wählen, aber die globale Agenda (Migration, EU, WHO, NATO) kann man nicht abwählen, egal was man wählt. Aus meiner Sicht muss man das System wieder vom Kopf auf die Füße stellen und das nicht nur in Deutschland, sondern in vielen sogenannten westlichen Ländern - vielleicht müssen die Menschen wieder mehr auf die Straße gehen. Z.B am 3. August in Berlin😉
RE: French democracy is flawed, undemocratic, winner takes it all leads to bizarre outcomes, how the party with the most votes placed third