Richtig, das entspricht auch meinem Wissensstand seit über 30 Jahren. Allerdings ist die pauschale Aussage vom „riesigen Wasserverbrauch“ ebenfalls nicht korrekt. Deshalb sehe ich es als meine Aufgabe, die Dinge hier gelegentlich zurechtzurücken – schließlich arbeite ich selbst in diesem Bereich.
Aus meiner Sicht gibt es keine problemlose und gleichzeitig preisgünstige Energielösung. Jede Technologie hat Vor- und Nachteile. Man muss daher ehrlich abwägen, welche Risiken man bereit ist einzugehen und welche Kosten man zu tragen bereit ist. (Interessanterweise wird heute Solar- und Windenergie ähnlich subventioniert wie die Atomkraft vor 30–40 Jahren – zumindest in Deutschland.)
Ich persönlich plädiere für einen echten Energiemix: Solar und Wind, wo sie sinnvoll sind, ergänzt durch Gas, Kohle, Öl und Kernkraft. Genau das, was wir früher bereits hatten, bevor die Ideologisierung Einzug in die Energietechnik gehalten hat.
Vor allem betrachte ich das Thema unter dem Aspekt der Resilienz. Auf einem Bein zu stehen ist nie so stabil, wie wenn man mehrere tragfähige Optionen hat. Gleichzeitig macht man sich so weniger erpressbar und abhängig.
Ich halte die ganze Debatte ohnehin für eine sehr deutsche Diskussion. Wenn ich in Indien, China, Kanada, den USA oder Brasilien unterwegs bin, wird das Thema dort deutlich nüchterner und pragmatischer betrachtet.
RE: Es ist zu heiß