Ich habe in meiner Sturm und Drang Zeit auch mal Strßenhandel gemacht. Ende der 70er war das. So ähnlich wie Flohmarkt, nur jeden Tag in einer Fußgängerzone. Oder auch mal Weihnachtsmarkt.
Dabei habe ich ein seltsames Phänomen entdeckt: Leute schauen gerne jemand bei der Arbeit zu.
Ich hatte unter anderem auch selbstgemachte Lederwaren (Gürtel, Haarspangen usw.) zum Verkauf. Die lagen also ausgebreitet auf dem Tisch. Und die Leute latschten einfach vorbei, ohne ein Interesse.
Ganz anders wurde das, wenn man die gleichen Sachen hinter dem Stand herstellte. Und wenn man nur ein paar Löcher in den Gürtel knipst oder sowas - schon standen 3-4 Leute da und schauten interessiert zu. Und kauften oft auch irgendwas. Andere Händler machten das auch so, das funktioniert immer. Schon lustig, diese Alltagspsychologie.
RE: Der interessierte Kunde /// Oder: Wie man einen Markt durch reine Anwesenheit verändert