Es gibt schon noch westliche Journalisten in Moskau. Es sind einige aber ausgewiesen worden, auch schon vor dem Urkraine-Krieg. Alle abzuschieben wäre wohl schlecht fürs Image, man will ja nicht so dastehen wie Nord Korea oder so. Zumindest bislang nicht.
Bei Russen ist das ganz was anderes. Da wurden reihenweise TV Sender, Radio, Zeitungen, Blogs ect. verboten, Journalisten verhaftet bzw angewiesen die Klappe zu halten. Weil sie das nicht wollen, sind viele ins Ausland gegangen. Kann man ja auch verstehen - im Fall Prygozhin hat man ja gesehen wie schnell ein Unfall passieren kann. Und auch zuvor gab es diverse "Zufälle". Da fällt mal einer aus dem Fenster, oder wird nachts auf offener Straße erschossen. Shit happens.
Wenn ich Journalist wäre, wäre ich auch nicht scharf auf einen Job in Moskau. Selbst als Ausländer nicht. Abgeschoben zu werden ist da noch die harmloseste Variante. Wer weis wie sich die Lage noch zuspitzen kann, es sieht ja nicht nach einem schnellen Sieg für die Russen aus. Ich frage mich, ob die Russland-Korrespondenten wohl eine Gefahrenzulage bekommen...
RE: Russische Journalisten, oder wie widerspreche ich mir so schnell als möglich.