Tja, ist schon seltsam wie das manchmal so abläuft. Bei mir war es eher das Gegenteil.
Obwohl ich in der Zeit zwischen 17 und 22 auffällig geworden war, stellte das nie ein Problem dar wenn es um den Leumund ging. Und ich bin 2 oder 3 mal von den Briten überprüft worden, das erste mal mit 23. Sicherlich haben die auch die deutschen Behörden gefragt. Keine Ahnung was da abgelaufen ist - da braucht man auch nicht anfragen, weil die eh nichts sagen werden.
Jedenfalls hatte ich nach 10 Jahren oder so, einen triple-A Ausweis. Das bedeutet, man darf in jede britische Militäreinrichting rein. Also so wie James Bond ungefähr. Natürlich habe ich das bei den ganz kritischen Installationen nicht ausprobiert, dafür gab es keinen Grund. Aber ich war bei Generälen zu hause, war in diversen Offiziersmessen zum essen eingeladen, und bin in zig Kasernen rumgelaufen, auf Flugplätzen usw usw. Und nie hat mich jemand gefragt was ich eigentlich dort mache. Nur Ausweis zeigen, "Thank you, Sir.", und dann war ich drin. :)
Zu der Konzern-Kultur: es ist eher diese abgehobene Manager-Einstellung, die zu diesem Verhalten führt. Früher gab es einen Besitzer, vor dem alle kuschen mußten. Der konnte jeden einfach rausschmeißen oder aber auch belohnen. Und der kannte seine Firma. Die heutigen Vorstände sind ja selbst nur "Angestellte" der Aktionäre. Also versuchen sie, solange sie den Job haben, so gut abzusahnen wie möglich. Und sie tun alles, um möglichst gut dazustehen - ob das langfristig für die Firma gut ist, ist denen egal. Und sie haben auch keinen Bezug zum Produkt - oder einfacher ausgedrückt, keine Ahnung. Sie sind BWLer, heute leiten sie Siemens, morgen Nestle, und übermorgen VW. Und so kommen dann Sachen wie der Diesel-Skandal zustande.
Übrigens, das die bei VW alles werksintern organisieren ist keine wirkliche Überraschung. Denn VW ist ja die eigentliche Stadt - Wolfsburg ist nur eine Siedlung für die Arbeiter. Das war von Anfang an so.
RE: Wenn das Gratin staatsfeindlich bedroht scheint,