Das ist nicht nur bei Rüstungskonzernen so, sondern zB. auch bei VW (wobei die sicher auch bei der Rüstung ihre Finger drin haben), das hab ich selbst mal erlebt.
Im ganzen Land berühmt ist ja die VW Kantine im Wplfsburger Werk, speziell die dort kredenzte Brat- und Currywurst. Hochwertig, preiswert, volksnah, so stellt sich die Marke VW ja gerne dar.
Für das Management jedoch gelten andere Maßstäbe. Durch meine Arbeit bei der britischen Armee habe ich das mal aus der Nähe beobachten können. Da die Briten, speziell ein hoher Offizier namens Hurst, VW nach dem Krieg wieder auf die Beine geholfen haben, besteht seitdem ein besonderes freundschaftliches Verhältnis zwischen VW und der britischen Armeeführung.
Regelmäßig wurden Werksbesichtigungen für den Stab der Rheinarmee organisiert, und einmal durfte ich ich auch mit. Erst wurden wir durch das Werk geführt, durch das VW Museum und die Gedenkstätte für die Schandtaten während der Nazi Zeit. Natürlich alles begleitet von Produktionsleitern, der Kuratorin der Gedenkstätte usw., Dolmetschern und was sonst so gebraucht wird.
Als Abschluß gab es dann ein Dinner in der "Kantine" - aber die für den Vorstand. So eine Mischung aus Adlon und Londoner Gentlemen Club, wo man mindestens ein OBE hinter dem Name haben muß um reingelassen zu werden, besser aber ein Adelstitel. Und statt Bratwurst gabs Filet Wellington, auf KPM Porzellan und mit Silberbesteck, serviert von Kellnern im Frack.
Da sah man wie es ist wenn Geld keine Rolle mehr spielt. Von wegen Bratwurst... Obwohl, die ist da echt lecker.
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4y
RE: Wenn das Gratin staatsfeindlich bedroht scheint,