Korruption scheint eine Art genetisch bedingter Vorgang zu sein. Sogar Schimpansen sind korrupt, natürlich nicht mit Geld, sondern ihrer Lebensweise entsprechend.
Wichtiger als die "Bekämpfung" - was wohl zu etwas ähnlichem wie der "Kampf gegen Drogen" führt - ist wohl die Art der Korruption und deren Auswirkungen im täglichen Leben.
Ich würde eher 2 Sorten der Korruption unterscheiden wollen:
- Die intelligente, "nachhaltige" Korruption. Also das, was wir in den Ländern sehen die einigermaßen funktionieren.
- Die hirnlose, selbstzerstörerische Korruption, die zu sg. "failed states" führt.
Bei 1. existiert ein System von korrupten Eliten, die ihren "Made im Speck" Lebensstil für alle Zeit weiterführen wollen, und wenn möglich an ihre Nachkommen vererben will. Diese sind darauf bedacht, das einfache Volk mindesten etwas zufrieden zu halten, damit ihre Positionen nicht gefährdet werden. Also das, wir wir in D und anderen Industrieländern haben.
Bei 2. versuchen irgendwelche Emporkömmlinge einfach soviel zu stehlen wie sie können und sich dann aus dem Staub zu machen, bevor ein anderer Emporkömmling ihnen den Hals durchscheidet. Was dabei mit den einfachen Bürgern oder dem Staat und der Ökonomie passiert ist ihnen völlig wurscht.
Man kann also abwägen was wohl schlimmer ist. Eine Gesellschaft ohne Korruption scheint aber eher utopisch, so wie die Gesellschaftsform in Star Trek. Wenn man heute alle Gierhälse erschießen würde, rücken morgen schon neue Gierhälse nach. Hat also keinen Zweck.
RE: Über die Korruption