Interssanter Artikel, auch wenn er einige ziehmlich steile Thesen enthält. Zudem hängt der standpunkt zu dem ganzen Themenbereich ja sehr von der Einstellung des Einzelnen ab.
Jedoch gibt es auch Punkte, die man ganz objektiv beurteilen kann.
ZB. kann es ein Konzept eines Mega-Gottes irgendwo im Universum im monotheistischen Glaubenskonstrukt nicht geben - denn dann wäre ja nicht mehr monotheistisch. Und nein, Jesus ist kein Gott im eigentlichen Sinn.
Die ollen Griechen hatten ein derartiges Konzept, bei dem sogar Zeus der Göttervater (also der Oberboss unter den Göttern) vom jemand vorher geschaffen worden war. Allerdings paßte das ja in ihr polytheistisches Konzept, in dem alle Götter von irgendwelchen anderen Göttern geschaffen (gezeugt) wurden. Und zT. wieder kaltgemacht wurden, wenn sie nicht aufpaßten. Also, angewandter Darwinismus eigentlich. Die Griechen waren damals eben Pragmatiker.
Das Religionen (und speziell der Monotheismus) geschaffen wurden um die Menschen in Städten zu kontrollieren, kann man wohl so nicht sagen. Denn "Religionen" gibt es ja schon von Anbeginn der Menschheit - und vieleicht haben sogar die Vorgänger des Homo Sapiens schon spirituelle Vorstellungen gehabt, das ist durchaus möglich. Also in Zeiten, wo von Städten, nicht einmal von Ansiedlungen, keine Rede war.
Das schon existierende Religionen benutzt wurden und werden, um Menschen zu kontrollieren, steht natürlich außer Frage.
Ganz wild wirds wenn wir zu den Aliens kommen. Denn dann haben wir schon 2 Faktoren deren Existenz unbekannt ist.
Ob Aliens (deren Existenz wir auf Grund von Wahrscheinlichkeit mal als gegeben annehmen) auch an Götter glauben, kann wohl kaum beantwortet werden. Und zwar einfach weil wir keinerlei Vorstellung davon haben, wie ein Alien überhaupt denkt. Man könnte genau so gut fragen ob Marienkäfer oder Erdmännchen an einen Gott glauben.
Interessanter finde ich die Frage, ob Aliens vieleicht die Götter sind, an die wir glauben. Zumindest manche davon. Denn man könnte sich ja fragen, was macht eigentlich in unserer Vorstellung (in der Vergangenheit) jemand/etwas zu einem Gott?
Ich weis nicht inwieweit Du die Serie Stargate kennst, die sich ja ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Oder man denke an den allseits beliebten Q aus Star Trek Next Generation. Ist der ein Gott? Auf den ersten Blick auf jeden Fall. Aber auch für ihn gibt es Grenzen.
RE: Gilt der Darwinismus auch für Götter?