Das ist wirklich sehr mysteriös, selbst für mittelalterlich Verhältnisse. Besonders auch das man es selbst mit computergestützter Dechiffrierung nicht entschlüsseln kann. Das kann eigentlich nicht sein. Daher liegt der Verdacht auf einen Hoax nahe. dann wäre auch das Alter nicht unbedingt korrekt. Die Materialien sind zwar so alt, aber es kann auch 1 oder 200 Jahre später geschrieben worden sein. Und Abzocker hat es schon immer gegeben - wenn sich der Einsatz gelohnt hat.
Und solche Fälle gibt es, auch heute noch. ZB. den "Colt Walker", das ist der erste wirklich brauchbare Colt Revolver, hergestellt so um 1850. Ein wirklich echter, in relativ gutem Zustand (nicht super Zustand,die gibt es nicht) wird für ca. 1 Million US Dollar versteigert - Tendenz steigend. Und das ist nur eine Pistole, also kein Hexenwerk. Selbst wenn man also 500.000 Dollar für die Herstellung einer Fälschung investiert (und dafür kann man so einiges auf die Beine stellen, was originale Materialien usw. angeht) hätte man immer noch 500.000 Gewinn! Darüber haben sicher schon einige Leute nachgedacht... :)
Dagegen ist Voynich Text eigentlich leicht zu machen - denn es gab ja keinen echten Text zum Vergleichen. Zudem waren zu der Zeit sehr viele Leute echte Spinner, die alles mögliche glaubten wenn man es ihnen richtig präsentierte. Das ist immer ein ganz wichtiger Teil des Hoax. Wäre es auch bei einem Colt Walker - einfach nur zu sagen "Den habe ich auf dem Dachboden gefunden." macht die Käufer mißtrauisch. Da muß eine fetzige Story dranhängen, die ein paar wahre Brocken enthält, aber insgesamt nicht wirklich nachprüfbar ist.
Eins ist sicher: die Konsequenzen im Falle des erwischt werdens waren im Mittelalter deutlich übler.
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RE: Das Voynich-Manuskript