RE: RE: Afghanistan den Afghanen
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RE: Afghanistan den Afghanen

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Das sagt sich alles so einfach und einleuchtend, geht aber am eigentlichen Kern der Sache vorbei. Nicht einmal Afghanistan als solches spielt dabei eine Rolle. Es könnte auch jedes beliebige andere Hinterwäldlerland sein.
Sicher hast Du schon mal den Begriff "Search & Destroy" gehört, oder?
Das ist ein militärischer Fachbegriff aus den USA für eine Kampfstrategie, bei der man einen Krieg endlos lange fortsetzen kann ohne jemals zu gewinnen.
Dabei wird eine eigentlich zu kleine Truppe in ein Land geschickt, das militärisch hoffnungslos unterlegen ist. Da die Truppe zu klein ist um das Land flächendeckend zu kontrollieren, besetzt man nur die größeren Städte und baut dort befestigte Basen. Von diesen aus unternimmt man mit kleineren Trupps spazierfahrten in Umland. Dabei kommt es manchmal zu Scharmützeln mit dem Feind, oder auch nicht wenn der keine Lust hat. Denn da der Feind die Fläche kontrolliert, hat er natürlich alle Aktivitäten der Besetzer im Blick. Im Endeffekt kann keine der beiden Seiten etwas ausrichten.
Die Vietcong haben das gut beschrieben, die sagten "Wir siegen weil wir nicht besiegt werden." Denn jeder Ami der im Sarg nach Hause kommt, ist ein Problem für die USA - während ein toter Vietcong nur den Kampfgeist der Vietnamesen stärkte.

Aber genau so soll es sein. Denn wie man einen Krieg gewinnt wissen die Amis auch. Die haben innerhalb von 3 Jahren den gesamten Pazifikraum und Westeuropa erobert - und zwar nicht von den Taliban, sondern von der japanischen Armee und der deutschen Wehrmacht. Allerdings war dafür auch das Leben in den USA nicht mehr so unbeschwert.

So ein Krieg ist aber doch nicht so beliebt bei der Bevölkerung, daher führt man lieber die Hobby Kriege, möglichst weit weg. Das hält die Rüstungsindustrie schön beschäftigt und rechtfertigt Militärausgaben in Billionenhöhe, ohne das der Durchschnittsami allzusehr darunter leidet. Wußtest Du das zB, zwischen 1942 und 1945 keine Neuwagen in den USA verkauft wurden? Und Autoreifen rationiert waren? Alles wurde für den Krieg reserviert.
Sowas geht ja heute mal garnicht. Und auch die Zahl der Gefallenen hält sich ja in Grenzen. Außerdem sind ein Gutteil davon sowieso Latinos. Schau dir mal die Namen auf den Listen an.
Deshalb glaube ich keinen Moment daran, das all das nur auf Dummheit basiert. Außer bei denen, die freiwillig in die Armee eintreten, das ist schon Dummheit.

@beatminister: Das sagt sich | Ecency