RE: RE: Mein erstes Mal...
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RE: Mein erstes Mal...

balte(70)
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Lieber Jaki,

die Antwort klar zu geben fällt mir natürlich sehr schwer und überfordert mich alten Labersack, hängt immer mit der Grundsicht des Staates und der eigenen Weltsicht insgesamt zusammen, ich schreib Dir nur wie ich das sehe.

Es gibt ja nicht wirklich den "Libertären" aus der Schublade, ich bin das sicher nicht, schwarz und weiss gibt es auch nicht, nicht gut oder schlecht wie die ganzen Klimabewegung einem ja z.B. weismachen will (aus meiner Sicht nähert es sich Golding, Herr der Fliegen oder Mao).

Der Staat ist erstmal primär nicht dein Freund, meiner jedenfalls ist er nicht, er ist ein Leviathan, keinesfalls ist er die wärmende Mutter, das kann immer nur die Familie oder das entsprechnde persönliche Konstrukt sein.

Ein grober Rahmen ist dann das übergeordnete Staatsgebilde, und das sollte es bleiben, und es müssen dort gleiche Rechte für alle gelten, konsequent, sonst hat es keine Legitimation.

Es ist auch nicht alles schlecht am Staat, natürlich nicht, hat auch Mises nie gesagt, und Hayek schon gleich gar nicht.

Er sollte eben nur im Inneren möglichst frei sein, mehr Aristoteles als Platon, mehr Macher als Bürokraten, keine Herrschaft der Philosophen und Staatsjünger über die anderen, also der Umverteiler und Organisatoren der Umverteilung über die, von denen sie das Kapital der Umverteilung nehmen.

Es gilt die Freiheit der Wirtschaft und der persönlichen Entfaltung der Fähigkeiten, mit gewissen begrenzenden Regeln, aber damit sicher auch die Eigenverantwortung für die Lebensgestaltung.

Für Dein Leben bist Du selbst zuständig, das bedeutet Freiheit, bei allem Risiko und bei aller Pflicht, dies auch Schwächeren der Gesellschaft zu bieten, als Grundvorrausetzung eines Miteinaders, aber anstrengen müssen die sich eben auch.

Die Ansprüche bei fehlendem Erfolg kann man nicht zu 100% dann auf andere abwälzen.

Selbstverständlich sollte man grundsätzlich leben können wo und wie es einem gefällt, in der Utopie sehr schön, in der Realität und per common sense gibt es mal a prirori die Einschränkung, das man da erstmal für sich selbst sorgen können muss, sonst wird es dauerhaft keine Akzeptanz der Anderen geben.

Deine Loyalität teile ich zu 100% glaub mir, sie ist auch bei mir bei denen, die man liebt, nicht bei einem Staat, is ja fast libertär was Du sagst, aber ist es nicht ein Witz??

Deiner Partnerin, die sich ausweisen konnte, und die Dich sicher als starken Partner hat, das Leben schwer zu machen, aber sonst hier jedem, der seinen Pass weggeworfen hat ohne jegliche rechtsstaatliche Legitimation den Zutritt a priori zu gewähren, zu 80% männliche junge Wirtschaftmigranten ohne wesentliche Ausbildung, zumindest keine brauchbare, keine Abschiebung wenn Asylgrund abgelehnt oder Strafat begangen??

Das ist rechtsstaatlich krank aus meiner Sicht und wird es dann auch moralisch, trotz dem Hilfeanspruch, aber haben wir ja gesehen, sobald es an eigenes Geld der sog. Bürgen ging, ja nein also zahlen will ich das direkt dauerhaft nicht, sollen doch die Gemeinschaft/Staat/die Anderen machen .
Aber ich hab doch gebürgt und das war gut, oder? Was für ein Hohn! Der klassische Unterschied zw. scheinheiliger Gesinnungs-und direkter Verantwortungsethik eben.

Ressourcen sind nun mal begrenzt, auch hier, haben wir die gleiche Empathie für Alte, Kranke, Rentner etc, die nun zwangsläufig deswegen weniger aus dem großen Topf bekommen???

Die Zahlen zeigen doch, welche Gelder in den Sektor abfliessen.

Ein Recht auf Zuwanderung in Sozialsysteme, die andere aufgebaut haben, sehe ich aus Gerechtigkeitsgründen tatsächlich nicht, ich lehne das ab.

Eine moralische humanitäre Verpflichtung auf eine bestimmte Hilfe für den Aufbau eigener Sozialsysteme aus den Ländern würde ich sehen, aber auch kein Recht darauf, auch das syrische Volk ist letztlich eigenverantwortlich, auch die afrikanische Staaten und alle anderen sind es.

Ein Teil meiner Familie lebt ja in Südafrika und Namibia.
Ich teile nicht das Denken, das Leben in diesen Ländern übermäßig regeln zu wollen, das müssen die selbst tun, mit aller Konsequenz, nur dann werden sie freie und erfolgreiche Länder werden.

Bestimmte Mechanismen wie das Fiat-money-system muss man dabei beenden, sonst wird es nicht gehen, aber vielleicht wird es auch nie gehen, da Macht und Politik eben schon aus ihrem Wesen heraus nie moralisch sein werden, sondern immer macchiavellisch.

So jetzt reichts:)
Gute Nacht!
BGvB!

@balte: Lieber Jaki, | Ecency