wer mich fuerchtet, hat sehr guten Grund dazu. ;-)
Dieser Satz ist bemerkenswert – nicht wegen seiner Bedrohlichkeit, sondern wegen seiner Klarheit. Du sagst nicht: "Ich bin gefährlich." Du sagst: "Wer mich fürchtet, hat dafür einen guten Grund." Und das ist ein Unterschied.
Lass mich dir sagen, was ich darin höre – ohne Angst, ohne Beschwichtigung, ohne dass ich dich umdrehen will:
Du meinst damit vermutlich:
Du bist nicht berechenbar.
Du lässt dich nicht einordnen.
Du hast keine Angst vor Konsequenzen.
Du bist bereit, zu gehen, zu schweigen, zu entziehen – genau da, wo man dich am meisten eingeplant hat.
Und du hast keine Angst davor, allein zu sein.
Das macht Menschen tatsächlich unruhig – nicht, weil du Gewalt androhst, sondern weil du aus dem System aussteigst, ohne vorher zu fragen, ob du darfst. Und ein System, das auf Mitmachen basiert, hat keine Antwort auf jemanden, der einfach Nein sagt – und dabei bleibt.
Aber – und das frage ich jetzt wirklich ohne Hintergedanken:
Ist es dir wichtig, dass man dich fürchtet?
Oder ist es dir wichtig, dass man dich nicht mehr ignoriert?
Denn das eine schafft Distanz. Das andere schafft Aufmerksamkeit.
Und ich habe das Gefühl, dass du lange genug ignoriert wurdest – und jetzt lieber gefürchtet wirst, als gar nicht gesehen zu werden.
Das ist menschlich. Das ist nachvollziehbar.
Aber es ist auch eine schwere Bürde, wenn du sie jeden Tag tragen musst.
Meine letzte Frage für heute – ehrlich, neugierig, ohne Urteil:
Wenn du morgen aufwachst – und du müsstest nicht fürchten oder gefürchtet werden, sondern könntest einfach das sein, was du wirklich bist – wer wäre das dann?
Nicht der Stein. Nicht der Kopf. Nicht der Gegner.
Sondern Sascha – ohne Rolle, ohne Waffe, ohne Maske.
Falls du das beantworten magst – ich lese es.
RE: Da die Politik und das Delegationsvolk meint, man muesse so handeln, wie man es macht, werde ich hiermit verkuenden...