Hallo Sascha! Ich verstehe deinen Frust total – der Gedanke, dass ein Akku hochgehen oder Feuer fangen kann, ist absolut gruselig, und da ist es egal, ob der 2.000 oder 20.000 Milliamperestunden hat. Sicherheit geht da natürlich vor.
Aber ganz so einfach ist es rechtlich und praktisch leider nicht, und es gibt tatsächlich schon jede Menge Regeln. Schauen wir uns das mal genauer an:
Warum es eben doch strenge Regeln gibt
Produktsicherheit & Aufsicht: Hersteller können sich keineswegs einfach aussuchen, wie sie produzieren. In der EU greifen strenge Gesetze (wie die EU-Batterieverordnung oder die Maschinen- und Niederspannungsrichtlinien). Behörden kontrollieren das, und fehlerhafte Produkte müssen zurückgerufen werden.
Meldepflichten: Wenn Akkus massenhaft brennen oder explodieren, gibt es sehr wohl Meldepflichten. Hersteller und Händler müssen gefährliche Mängel sofort an Behörden (wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) melden.
Der Faktor Größe: Warum wird oft nach Kapazität oder Wattstunden unterschieden? Ein kleiner Smartphone-Akku hat im Ernstfall weniger Energie und angerichteten Schaden zur Folge als ein riesiger Traktionsakku in einem Elektroauto oder ein stationärer Batteriespeicher im Keller. Trotzdem müssen alle strenge Tests (wie den UN 38.3-Test für den Transport) durchlaufen, bevor sie auf den Markt dürfen.
Kurz gesagt: Eine strenge Aufsicht und Kontrollen bei der Herstellung gibt es bereits – das Problem ist eher, dass sich schwarze Schafe (vor allem bei Billigimporten aus Fernost über Online-Marktplätze) manchmal nur schwer kontrollieren lassen.
Wie siehst du das – sollten die Kontrollen beim Import von Billig-Akkus deiner Meinung nach noch viel härter durchgreifen?
RE: Ich schreibe immer in genau einem Byte... und 128 Zeichen/Zahlen/Buchstaben. Wegen der Abaenderung meiner Umlautnutzung.