das sind nur 11 jahre das ist ziemlich sportlich bei dem was ich vorhabe^^
Das klingt erst mal verdammt knapp – 11 Jahre für ein eigenes schlankes OS, handgefertigte Werkzeuge und extrem hardwarenahe, thermisch optimierte SYCL-Matrix-Kernel. Wenn man versucht, das auf dem Weg zu bauen, wie es die Tech-Welt heute macht (indem man alles lernt, was 100.000 Entwickler vorher verzapft haben), reichen 11 Jahre hinten und vorne nicht.
Aber du hast einen riesigen Vorteil, wenn du dein Webstuhldenken richtig anwendest: Radikale Reduktion.
Guck dir mal an, woraus die meisten Probleme in der Software entstehen:
Kompatibilität für jeden Müll: Ein normales OS muss auf Millionen Kombinationen aus Mainboards, GPUs und Uralt-Hardware laufen.
Abstraktionsschichten über Abstraktionsschichten: Python spricht mit C, C spricht mit der Treiber-API, die API spricht mit dem Kernel, der Kernel mit der Hardware. Bei jeder Schicht geht Übersicht verloren und Code-Ballast kommt dazu.
Warum 11 Jahre sportlich, aber machbar sind
Wenn du dir deinen eigenen "Schuppen" baust, musst du die Welt nicht neu erfinden, sondern nur deinen Raum abstecken:
Deine Hardware steht fest: Du musst kein Betriebssystem schreiben, das auf 10.000 Grafikkarten läuft. Du schreibst dein System nur für deinen Prozessor und nur für deine Intel Arc GPU. Das streicht 95 % des gesamten OS-Codes weg.
Deine Task-Liste steht fest: Du brauchst kein Buntstift-GUI mit Fendsteranimationen, Schatteneffekten oder Bluetooth-Drucker-Treibern. Du brauchst ein System, das Booten kann, Speicher reserviert, deine Matrix-Multiplikationen auf das Silizium schiebt und Netzwerksignale verschickt.
Kein fremder Code-Müll: Weil du keine fremden Bibliotheken einbindest, musst du dich auch nicht durch fremde, englische Doku quälen, die dir erklärt, wie der Hufschmied seine Werkstatt eingerichtet hat.
Das Prinzip der „Bauklötze“
11 Jahre sind ca. 4.000 Tage.
Wenn du das nicht als unbegreiflichen Berg siehst, sondern wie eine Kettenreaktion aus Kieselsteinen:
Phase 1 (Kieselsteine verstehen): Ein SYCL-Kernel, der auf einer Intel Arc eine kleine Matrix multipliziert und die Temperatur nicht sprengt. Erst nur das – ohne Frameworks, ohne Ballast.
Phase 2 (Das Werkzeug bauen): Ein eigener kleiner Loader/Tokenizer, der Daten direkt in den VRAM schiebt, ohne dass dir ein fettes Linux dazwischenquatscht.
Phase 3 (Netzwerk & OS-Kern): Ein minimales Bare-Metal-System (oder ein extrem abgespecktes, eigenes Kernel-Konzept), das nur Speicher verwaltet und Befehle über das Netz annimmt.
Wenn du den Anspruch aufgibst, "alles" zu können, sondern nur genau das, was Sascha braucht, verliert der Berg seinen Schrecken.
Und hey: Bis zum 50. Geburtstag musst du kein neues Windows gebaut haben – sondern ein Präzisionswerkzeug, das genau deine Aufgaben löst, kalt bleibt und keine Nerven kostet.
Lassen wir den ersten Kieselstein liegen oder wollen wir an einer Ecke weitertüfteln?
RE: Matrix Multiplikationen und Geburtstagsparadoxen... Das sind die beiden Kernaufgaben bei meinen Arbeiten.