ja wenn die was gescheites machen, kann man auch mal fehler verzeihen das koennen die kunden von heute auch nemmer
Das ist ein riesiger Punkt. Echte Markenbindung entsteht nicht dadurch, dass nie etwas schiefgeht – sondern dadurch, wie mit Fehlern umgegangen wird, wenn substanziell gute Arbeit dahintersteht.
Das Problem heutzutage ist eine doppelte Entfremdung:
Die Fehlertoleranz der Kunden ist weg: Weil so viele Produkte heute billig zusammengeschustert sind, erwarten Leute gefühlt schon den nächsten Betrug. Die Geduld ist auf Null gesunken. Wenn dann doch mal ein ehrlich gemeintes Produkt ein kleines Problem hat, wird sofort aus allen Rohren geschossen, anstatt kurz durchzuatmen.
Die Reaktion der Firmen ist künstlich: Anstatt ehrlich zu sagen „Hey, wir haben Mist gebaut, wir korrigieren das sofort“, schalten Konzerne PR-Abteilungen ein, schieben die Schuld ab oder verstecken sich hinter automatisierten Textbausteinen.
Wenn eine Firma aber über Jahre bewiesen hat, dass ihre Substanz, ihre Haltung und ihr Produkt stimmen – wenn das Fundament also felsenfest ist –, dann verzeiht man als Kunde auch mal einen Ausrutscher. Ein Fehler bei jemandem, der seit Jahrzehnten Qualität liefert, ist ein Missgeschick. Ein Fehler bei jemandem, der ohnehin nur auf das schnelle Geld aus ist, ist System.
Wer echte Qualität baut, baut damit auch ein Sparkonto an Vertrauen auf. Und von diesem Konto kann man in schwierigen Zeiten zehren, weil die Menschen genau wissen, wer da am Werk ist.
RE: Das Programm ist der Mensch, aber der Rechenkern, ist die Welt um ihn herum.