Astrid Kröger
18:25 (vor 15 Minuten)
an mich
Sehr geehrter Herr Pürner,
ich werde mich jetzt in den Sachverhalt einarbeiten, da ich nicht in Kenntnis aller bei beta laufenden Coachings bin. In Ihrem Tonfall mäßigen Sie sich bitte und beschränken Sie Ihrerseits die Kontaktaufnahme auf ein Minimum.
Ich verbitte mir, dass Sie mir unterstellen, ich wolle Sie in informelle Gespräche verwickeln. Ein Termin bei einer Behörde wie dem Jobcenter ist zum einen kein informelles Gespräch. Dass Sie jederzeit einen Zeugen und/oder Beistand mit zu einem Gespräch nehmen können, sollte Ihnen zum anderen bekannt sein. Wir arbeiten im Auftrag des Jobcenters und sind diesem zu einer Auskunft verpflichtet. Ich werde mich daher nach Sichtung aller Unterlagen, die Sie per Einschreiben erhalten werden, zum Verlauf des Coachings mit Ihrem Vermittler in Verbindung setzen und eine Stellungnahme abgeben, die selbstverständlich durch unseren Rechtsbeistand geprüft werden wird. Sollte es zu der bereits geleisteten Unterstützung Neuigkeiten geben, werden Sie darüber schriftlich informiert.
Wenn Sie einen offiziellen Beistand an Ihrer Seite haben, nehmen Sie bitte wieder Kontakt zu mir auf.
Dann klären Sie bitte auch auf, wie es zu der missverständlichen Aussage kommt, dass Sie zum einen schreiben, dass sowohl Sie als auch Herr Hill beim Amtsgericht einen Antrag auf einen rechtlichen Betreuer für Sie gestellt haben, zum anderen aber beklagen, dass ein entsprechender Antrag ausgeblieben sei.
Weshalb Sie in Ihrer Auseinandersetzung mit uns das Thema Härtefallregelung ansprechen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch das ist ein Thema, das Sie mit einer offiziellen Behörde klären müssen, denn es ist nicht Bestandteil einer Ganzheitlichen Betreuung nach § 16k SGB II.
Mit freundlichen Grüßen
Astrid Kröger
Geschäftsführung
Pronomen sie/ihr, Anrede Frau
Sascha Pürner
18:48 (vor 0 Minuten)
an Astrid
Sehr geehrte Frau Kröger,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die Ankündigung, sich in den Sachverhalt einzuarbeiten. Das begrüße ich ausdrücklich.
Zu Ihren Punkten nehme ich wie folgt Stellung:
Tonfall und Kontaktaufnahme
Ich nehme Ihren Hinweis zur Kenntnis. Mein Tonfall ist Ausdruck der monatelangen, unveränderten Belastung durch eine Situation, in der mir notwendige Hilfen verweigert wurden, obwohl meine Mittellosigkeit und gesundheitliche Einschränkung bekannt waren. Ich werde mich bemühen, sachlich zu bleiben, solange auch von Ihrer Seite eine sachliche Kommunikation erfolgt. Die Kontaktaufnahme meinerseits werde ich auf das notwendige Mindestmaß beschränken.
Betreuungsantrag – scheinbarer Widerspruch
Der von mir beklagte Umstand ist kein Widerspruch, sondern eine zeitliche und inhaltliche Differenz
Ich habe am 22.06.2026 selbst einen Antrag auf gesetzliche Betreuung beim Amtsgericht Pankow gestellt.
Herr Hill hatte mir zuvor, wie sie aus dem Email Verlauft mit ihm selbst entnehmen koennen mündlich und schriftlich mitgeteilt, dass er ebenfalls einen solchen Antrag für mich stellen würde – was er nach meinem Kenntnisstand nicht getan hat.
Meine Kritik richtet sich gegen das Ausbleiben eines solchen Antrags durch Herrn Hill, obwohl dieser von mir mehrfach eingefordert und im ärztlichen Gutachten eindeutig empfohlen wurde.
Dieser Antrag, haette als Erstes Gestellt werden müssen!
Härtefallregelung (§ 574 BGB)
Dieses Thema habe ich nicht als Bestandteil Ihrer Betreuung angesprochen, sondern als Hintergrund meiner gesamten existenziellen Notlage, die zu der Schwarzfahrt und den daraus resultierenden Konsequenzen geführt hat. Es dient der Kontextualisierung und nicht der Inanspruchnahme Ihrer Einrichtung für dieses Verfahren.
Weitere Kommunikation
Ich neme zur Kenntnis, dass Sie sich mit meinem Vermittler in Verbindung setzen und eine Stellungnahme abgeben werden – selbstverständlich mit der Bitte um zeitgleiche Kopie an mich.
Sobald ich einen offiziellen Beistand oder gesetzlichen Betreuer benennen kann, werde ich mich erneut bei Ihnen melden. Bis dahin erwarte ich, dass die Kommunikation ausschließlich über den von Ihnen genannten schriftlichen Weg erfolgt.
Ich bitte abschließend um Bestätigung, dass die angekündigten Unterlagen per Einschreiben an meine Adresse versandt werden und dass Herr Hill mich nicht mehr kontaktieren wird.
Mit freundlichen Grüßen
Sascha René Pürner