In der Notaufnahme ist zur Zeit tatsächlich weniger los. Es wird schon auch so sein, das Patienten nicht den Rettungsdienst rufen aus Angst (allerdings Angst vor Ansteckung, als vor dem "dahinsiechen" - da komme ich gleich noch mal drauf) Allerdings muss man auch ganz klar sagen das die "Unnötigen Einsätze" (mir tut seit 3 Tagen der Rücken weh, Mir ist schlecht, ich kann nicht richtig auf Toilette) deutlich abgenommen haben.
Die Gefahr dahin zu siechen ist außerhalb Corona Maßnahmen deutlich höher da die Kapazitäten der Krankenhäuser ziemlich belastet sind durch unnötige Einsätze und Krankenhausaufenthalte. Da standen schon öfter Patienten auf dem Flur herum weil alle Behandlungszimmer belegt waren.
Zum Thema freies Atmen, die zugelassenen, im regulären Handel erhältlichen Masken dürfen meines Wissens nach den Atemwiederstand nicht mehr als 40 Pascal erhöhen. Können sie an und für sich auch gar nicht weil - wie ich oben schon schrieb - man links und rechts an der Maske vorbei atmet.
Die Frage ist eben was man sich vor's Gesicht bindet. Die Maskenpflicht sieht ja lediglich sogenannte Alltagsmasken vor. Das heißt auch ein Schal, Loop oder ähnliches ist erlaubt. Ich selber habe eines dieser Buff-Multifunktionstücher für die Sommerzeit im Einsatz. Das ist sehr sehr dünn und ich merke praktisch nix.
Die nächste Stufe wäre dann der hier so heiß diskutierte OP Mundschutz, der etwa 0.4 - 0,6 Millibar (ja nach Ausführung) Atemwiederstand haben sollte.
Wo man dann langsam etwas vom Wiederstand merkt sind die FFP1 - FFP3 Masken, die 0.7 - 1 Millibar Atemwiederstand haben, bedingt durch die verbauten Filter in der Maske. Diese sind allerdings als Fremdschutz ungeeignet da nur die Einatemluft, nicht aber die Ausatemluft gefiltert wird. Ich persönlich finde FFP3 noch nicht als unangenehm, wo meine Grenze liegt wäre bei einer richtigen Atemschutzemaske mit Filter. Dort kommt man zwar klar, hat aber bis zu 5 Millibar Widerstand. Unangenehm sind Regenrationsgeräte die einen Atemwiederstand von > 6 Millibar haben, allerdings auch eher weil die Luft durch den Regenerationsprozess warm und feucht wird.
Natürlich hilft das Leute nicht, die Angst haben sich was vor das Gesicht zu packen. Kann ich verstehen. Aber was soll man nun machen? Es ist wie es ist und man kann sich halt nur was vor's Gesicht machen, oder zuhause bleiben.
Es gibt immer Wege an Ängsten zu arbeiten - man muss nur überlegen wie und was man machen kann. Vielleicht ist hier ein vorsichtiges herantasten an einen Mundschutz machbar, anfangen mit etwas dünnem, Gardine vielleicht und nur über den Mund und die Nase freihalten... keine Ahnung - aber wie gesagt: Es ist nunmal so.
RE: MQ - Was macht der Mundschutz? Mir bereitet er wirklich Sorgen