Ach Sascha, du ziehst Schlussfolgerungen aus Vermutungen, die einfach nicht stimmen.
Deinem Kommentar und den letzten Posts entnehme ich, dass es dir schlecht geht und du nicht die Kraft hast, selbst daraus zukommen. Ich schimpfe dich nicht, wieso sollte ich das tun? Eigentlich habe ich Mitleid, wenn ich sehe, wie ein erwachsener Mann in eine schlimme Situation gerät, ohne etwas zu vermuten, die meistens selbstverschuldet ist.
Ich habe schon im Text geschrieben, dass ich meine ersten Jahre im Sozialismus/Kommunismus verbracht habe, wo es Essen nur gegen Essensmarken gab, keine Heizung und nur zwei Stunden am Tag Wasser und Strom.
Und nun werde ich auf die Punkte eingehen.
Hast Du schonmal in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet?
Ja, das habe ich. Es war mein erster Arbeitgeber in Deutschland. Ich konnte die Stelle nur über eine solche Firma annehmen, da das Unternehmen, in dem ich tätig war, eine interne Politik verfolgte, die es untersagte, Mitarbeiter aus Niedriglohnländern intern zu transferieren, was mein Fall war.
Wurdest Du schonmal um deinen Lohn, der übrigens ein Witz sein kann, hier bei uns in Deutschland, betrogen?
Ja, es ist derselbe Arbeitgeber wie oben. Ich habe den Arbeitgeber nach neun Monaten gewechselt und die Firma mit solidem Beweismaterial angeklagt.
Wurdest Du schon sehenden Auges kaputt arbeiten lassen? Krank sein, ohne Heimgeschickt zu werden, von den "Gerechten"?
Ja, aber rechtlich gelöst.
Wir können ja mal hier in Berlin eine kleine Stadtrundfahrt machen, dann zeige ich dir, wo es Menschen so Schlecht geht, wie in Kairo...
Es ist eine Grundeinstellung, wie man kämpft. Wenn ich keine Arbeit hätte oder es mir schlecht ginge, würde ich nicht in Berlin bleiben. In Deutschland hilft der Staat massiv, man muss nur die Bürokratie im Griff haben.
Und in der westlichen Welt haben wir die Wahl, unser Leben jeden Tag zu ändern. Ich bin hier gelandet, weil ich kurz vor Weihnachten gefeuert worden bin. Das galt auch für alle meine Kollegen, denn die Firma wollte die Kosten reduzieren. Ich habe mich gehasst an dem Morgen, als ich zum Arbeitsamt gegangen bin, um mich dort als arbeitslos zu melden. Nicht die Firma, die mich entlassen hat, habe ich gehasst, sondern mich selbst, dass ich dazu in der Lage war. Es war meine Entscheidung gewesen, zu dieser Firma zu wechseln. In dieser Woche habe ich über 350 Bewerbungen gesendet, auch in anderen Städten, und nach drei Wochen hatte ich einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Es war ein völlig anderer Karrierepfad als alles, was ich bis zu diesem Zeitpunkt gemacht hatte, aber ich wollte nicht in der Situation bleiben, von der Leistung anderer abhängig zu sein.
RE: Dankbar