Lernen zuhause und Tests in der Schule könnten locker funktionieren und gestalteten den Erziehungssektor deutlich weniger kostenintensiv. Das würde sowohl die Wirtschaft, als auch den Staat entzücken.
Doch Schule ist in ihrer Summe wesentlich mehr als das Abhaken von Lehrplänen. Es geht im Prinzip auch um das Wachsen und Ausprobieren all der kleinen Persönlichkeiten. Wo, wenn nicht in der Schule, gibt es eine ahnlich langjährige Gruppenerfahrung? Ohne das könnte die Wirtschaft ausschließlich auf ihren bevorzugten Typus des gewissenlosen, egomanischen Einzelkämpfers zurückgreifen. Die Vereinzelung des Individuums und seine absolute Mobilität ist ja Industrie-Agenda seit den frühen Siebzigern. Solidarität ist heute schon ein völlig unverstandenes Fremdwort, das mit den Millionen Wirtschaftsmigranten aus aller Welt auch ganz bewusst unterlaufen wird.
Was daraus entsteht, sehen wir ganz deutlich an den aktuellen Bestrebungen, alle gewerkschaftlichen Erfolge zurück zu fahren auf den Anfangswert, hin zur faktischen Leibeigenschaft. Diesen Weg sollte man keinesfalls noch weiter forcieren, sonst liefern wir unseren Staat vollständig an die Wirtschaft aus, die im Zweifelsfall immer kriminell unterwegs ist, Das zeigt ihr Segment der KFZ-Industrie nur allzu deutlich.
RE: Digitalisierung in der Schule? Was geht da??