RE: RE: Aufklärung des Frosches über die Aufklärung (soweit möglich)
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RE: Aufklärung des Frosches über die Aufklärung (soweit möglich)

afrog(69)
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Bestehende Machtstrukturen können die Wahrheitsfindung erschweren oder sogar verhindern.

Der Verlauf der Aufklärung zeigt bezüglich bestehender Machtstrukturen zwei nicht sehr überraschende Konstanten:

  • Dass Machtstrukturen niemals dauerhaft bestehen bleiben.
  • Dass sie die Entwicklung der Menschheit nur temporär behindern.

Zum Trost dass ausgerechnet deine erste Erkenntnis etwas hinkt, stimme ich beim nächsten Statement zu 100 Prozent mit dir überein.

Offensichtlich vertreten wir beide mit Leidenschaft die Ideale der Aufklärung!

Freunde der Aufklärung müssen entschiedene Gegner von ausufernden Machtstrukturen sein.

Gegen ausufernde Machtstrukturen zu sein, dazu bedarf es keiner Freundschaft mit der Aufklärung. Das ist eine ganz natürliche Reaktion, profitiert man nicht gerade an den Strukturen.

Es bedarf der Freude an der Aufklärung, will man gewisse Machtstrukturen ertragen. Wer nämlich als verfasster Bürger lebt, akzeptiert die demokratischen Machtstrukturen.

…ist Wachsamkeit und aktive Widerstandsbereitschaft zu jeder Zeit unabdinglich…

Genau da haben wir ein Problem, weil das mit reinen Konsumenten nur ganz schlecht zu schaffen ist. Die haben eine ganz andere Agenda, als auf die Verfassung zu achten, oder sie gar weiter zu entwickeln.

…postuliere ich die folgenden Minimalanforderungen für das Vorhandensein von Aufklärung…

Es kann der freiheit50@freiheit50 postuliern wie er will, das steht alles so ähnlich bereits in unserer Verfassung. Aber du hast deine Minimalanforderungen sicher selbstständig aus dem Verlauf der Aufklärung heraus entwickelt und nicht etwa abgeschrieben.

Der geneigte Leser sei an dieser Stelle aufgefordert und ermuntert, sich über das Ausmaß der Aufklärung sowie ggf. ihrer Einschränkungen Gedanken zu machen.

Der geneigte Leser sollte sich nicht an den arg fortgeschrittenen Problemstellungen von Freiheit50 abarbeiten. Das endet schnell in Verwirrung. Er sollte sich zunächst mit dem Phänomen auseinander setzen, überhaupt verfasster Staatsbürger zu sein und versuchen zu begreifen, was das für für ihn an politischen Pflichten birgt.
Dann könnte er sich überlegen, was es bedeutet, die Verfassung zu leben und weiter zu entwickeln. Warum muss sie sich überhaupt weiter entwickeln?

P.S.: Es ist leichter sich selbst als unwissend und Tor zu bezeichnen, als gegen Mächtige zu agieren. Letzteres war nicht Goethes Ding. Er hat sich lieber mit ihnen arrangiert und es im Gegenzug unterlassen, ihre Herrschaft anzuzweifeln.
Damit ist er hervorragend gefahren, wenn er sich dabei auch oft über die Langeweile am Hofe hinweg helfen musste. Seine Liebschaften waren eher verklemmt, statt episch ausgelebte Sexualität. Daher hat er auch so virtuos mit Hilfe der Vorlagen aus der Antike und seiner Sprache sublimieren können

@afrog: Bestehende | Ecency