Peter, der Nazi ist ein stehender Begriff in der deutschen Sprache. Was das ist, muss nicht mehr festgelegt, geschweige denn, diskutiert werden. Der Nazi steht in Romanen, Gedichten, sogar in Geschichtsbüchern, von Wissenschaftlern beschrieben, gegengelesen, eventuell verbessert, bis Konsens unter den Historikern geherrscht hat. Nazis wurden in Nürnberg wegen ihrer Taten zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sie haben gemordet, enteignet, mit Gewalt und List geherrscht.
Das Wort gibt belegtes Wissen wieder und jede Diskussion darüber ist so müßig, wie die verharmlosende Frage, was denn schon Nazis seien. Jeder weiß, was ein Nazi ist. Es ist kein Schimpfwort, sondern die Kennzeichnung des durch das Wort determinierten, sozial unverträglichen Charakters. Diese Personen sitzen überall und sicher nicht nur in der Politik. Sie machen sich neuerdings, in einer Art Wiedergeburt als Partei, in ganz Deutschland breit.
Wie die Taxizentralen mit unverholenen Rassimus umgegangen sind, weiß ich selbst, weil ich auch 8 Jahre auf dem Bock gesessen bin. Bei uns wurde auch eiskalt „deutscher Fahrer“ durchgegeben, was eines verfassten Landes unwürdig ist und ein Bürger, der danach velangt, gegen seine Verfassung agiert. Ich selbst habe diese Adressen nicht angefahren, obwohl ich hier geboren bin. Wenn dann andere Nationalitäten als Fahrer verlangt werden, ist das ebenfalls eine Zumutung.
Logisch sollte dir doch erscheinen, dass es im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden ist zu entscheiden, was ein deutscher Fahrer eigentlich sein soll. Wie lange muss ein Migrant in Deutschland gelebt haben, um als deutscher Fahrer durchzugehen? Wird er vielleicht nie ein deutscher Fahrer und seine Kinder vielleicht auch nicht, obwohl alle schon immer einen deutschen Pass haben? Was ist mit dem österreichischen Fahrer, den Tschechen, Polen, Russen und anderen osteuropäischen Kutschern?
Die größten Arschlöcher unter den Letztgenannten sind selbstverständlich hin gefahren, wo ein deutscher Fahrer gewünscht wurde. Sie waren ja keine Moslems und hatten einen deutschen Pass. Bei der Dienstleistung im Taxigewerbe ist Personentransport der Gegenstand. Dabei spielt die Nationalität des Fahrers die kleinste Rolle. Der Gast will von A nach B gefahren werden. Dafür bezahlt er. Wird ein Fahrer einer bestimmten Nationalität gewüscht, steht die Diskriminierung offen im Raum. Das gilt für jede gewünschte Nationalität. Das Taxigeschäft geht so: Du bestellst keinen Fahrer, sondern ein Auto. Punkt. Alles andere ist verkapptes Geschwurbel zu versteckter Agenda.
Ich bin kein Fröschlein, sondern verfasster Staatsbürger und ausgewachsen.
RE: Hanau für Ehemalige