RE: RE: Hanau für Ehemalige
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RE: Hanau für Ehemalige

afrog(69)
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#deutsch
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Die Klasse, die du ansprichst, genügt meinen Ansprüchen bezüglich Ausstrahlung, Nützlichkeit und Image nicht im Geringsten. Man reduziert sich damit zu leicht auf ein Ding, fühlt sich durch es vielleicht wertig, bekommt sogar Wertigkeit zugesprochen. Eine bestimmte KFZ-Klasse liefert die Evidenz für gesellschaftliche Wertigkeit.

So ein starkes Auto ist eine Schimäre mit der sich angeblich denkende Wesen viel zu eng emotional verbinden lassen. Je prächtiger die Kutsche, desto inniger verbindet sich ein Fahrer damit. Bis nur noch ein kleiner Teil der Person selbst übrig bleibt. Das erscheint mir, wie ein grausames Naturgesetz.

Nichts um uns herum ist tatsächlich schön. Das Schöne liegt alleine in uns selbst. Das zu erkennen, es hervor zu bringen, darum geht es im Kern. Alleine das zählt, nichts sonst. Alles was dein Herz berührt, ist schön. Wenn ein Ding dein Herz berührt, stimmt was nicht. Schön werden Dinge alleine im Auge des Betrachters. Im Auge wohlbemerkt. Vor dem Auge liegt nichts, außer Dingen. Die sind weder hässlich, noch schön.

Mit meiner alten, weinroten Ente, HU-ME 728 hatte ich eine sehr gute Zeit verbracht und irgendwie hat mich das sogar ein bisschen geprägt.
Du verstehst HU-ME? David Hume, schottischer Philosoph, Ökonom und Historiker. Das hat mir verdammt gut gefallen. Weil so gut wie niemand geschnallt hat, was da auf meinem Auto steht.

Mit mir über tolle Autos zu sprechen, ist demoralisierend und systemschädlich. Zumal ich weitgehend jedes männliche Ritual ablehne, das etwas mit angeblich schönen Dingen zu tun hat. Ich besitze nichts, halte nichts fest und das macht mich glücklich.