Unser Segeltrip um Elba (Mittelmeer, Italien) im Oktober 2021

Hallo zusammen,

Ein Freund von uns hat einen Segelschein. Alle paar Jahre fragt er meine Frau, mich und weitere Freunde, ob wir gemeinsam eine Tour mit einem gecharterten Segelboot machen wollen. Die Antwort ist dann in der Regel schnell und einsilbig getroffen: "Ja!"

Dieses Jahr sind wir wieder um Elba, einer kleinen Insel im Mittelmeer bei Italien, gesegelt.
Hier ist meine Urlaubsstory:

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Anfahrt:

Am Freitag Abend, den 8.10.2021, sind wir von zu Hause (bei Aachen) mit drei Autos losgefahren. Die Strecken zum Zielort Marina di Scarlino ist 1250 km lang. Wir sind gut durchgekommen und waren Samstag früh am Zielort.

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Gegen Mittag konnten wir das Boot einräumen. Wir blieben die erste Nacht im Hafen.

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Wir hatten reichlich Proviant dabei:

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Der Hafen war weitgehend Menschenleer, nur direkt neben uns lag ein Boot, voll mit besoffenen Polen, die laut und bis weit in die Nacht feierten. Einer von ihnen fiel sogar ins Wasser. Da wir aber todmüde waren, konnten wir trotzdem einigermaßen gut schlafen.

Tag 1, Sonntag

Nach dem Frühstück ...

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... sind wir teilweise mit 9,1 Knoten (max. Windgeschwindigkeit: 25 Knoten aus Nordost) nach Porto Azuro gefahren.

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Ich durfte, nach Übergabe durch den Skipper (Foto), auch das Boot lenken.

Hier die Einfahrt in Porto Azzurro:

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Tag 2, Montag

Wir fuhren von Porto Azzurro nach Capoliveri in die Bucht von Morcone.
Max. Segelgeschwindigkeit: 11.3 Knoten.

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Es war zwar etwas kalt und windig, aber in der sonnigen, windgeschützten Bucht ist es sehr schön.

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Tag 3, Dienstag

Der Ort ist so schön, dass wir spontan beschlossen, den Tag dort zu verbringen und nicht weiter zu fahren.
Ich durfte sogar tauchen.

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Und unser Skipper natürlich auch:

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Tag 4, Mittwoch

Wir fuhren in der früh los und lagerten vor Pomonte ("Arschberg" ;-) ) wo wir an Board frühstückten.

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Dort liegt ein Schiffswrack, zu welchem ich als Dingi-Taxi-Fahrer drei von uns zum Schnorcheln hin brachte.
Das Wrack liegt direkt unter der Oberfläche.
Ich blieb über Funk mit dem Boot in Kontakt, wie es sich gehört mit Person und Schiffsname: "Elmar auf Klo, Elmar auf Klo, bitte melden ;-)"
Am Nachmittag fuhren wir unter Motor gegen den Wind nach Marciana Marina, wo wir im Hafen übernachteten.

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Tag 5, Donnerstag

Nach dem Frühstück und einem kleinen Spaziergang durch das Dorf ...

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... fuhren wir in eine Bucht bei Vitticio.
Dort hatten zuerst Probleme mit dem Anker, der sich verklemmt hat. Mit einem Zweitanker fixierten wir das Boot und konnten dann mit einer Zange das Problem lösen.

Am Abend fuhren wir nach Portoferraio, der Hauptstadt von Elba. Hier wohnte auch dereinst Napoleon. Wir übernachteten dort zum Freitag.

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Tag 6, Freitag

In der Früh starteten wir dann los in Richtung Norden um Capo Vita nach Marina Di Scarlion zurück. Dort bereiteten wir schon soweit das Boot vor, damit wir am nächsten Tag früh nach Hause fahren konnten.
Hier noch ein Eindruck von unserem Abendspaziergang:

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Tag 7, Samstag

7:00 Uhr Aufstehen, 9:00 Uhr Übergabe, 9:30 mit dem Auto nach Hause, Stau vor den bescheuerten Italienischen Mautstationen und dem Gottharttunnel, 1:30 Uhr (Sonntagnacht) zu Hause ankommen.

Ein paar Urlaubssprüche

Bei uns war nicht nur alles in Butter auf dem Kutter, sondern auch alles in Margarine auf der Marine.
Wichtig war, dass nur Holzklammern (schwimmfähig) benutzt werden durften. Auch wenn die nicht immer hielten und es auch schon mal einen "Shortie über Board gab" ;-)
Leider hat sich keine der Frauen an das Bikini-Verbot gehalten ;-)

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Fazit

Der Kurzurlaub war sehr schön. Wir hatten grandioses Wetter (Wassertemperatur: 22°C), viel Zeit zum Quatschen, Sonnen, Schwimmen, das Plätschern genießen aber auch die dicken Wellen bei den Überfahrten.
Natürlich macht das auch immer etwas schwummrig und hier wackelt (2 Tage später beim Schreiben) immer noch alles um mich herum.
Unser Team ist großartig. Jeder packte an und war immer hilfsbereit. Insbesondere unser Skipper war immer mit irgendwas beschäftigt, dass uns den Törn noch mehr versüßte.
Apropos süß, ich schätze, ich habe in der Woche 2 Kilo zugenommen ;-)

Und wie sagte unser Skipper: "Nach dem Törn ist vor dem Törn." Also freue ich mich auch schon wieder auf die nächste Tour.
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Disclaimer

Die Fotos sind alle von mir. Ich hatte die Personen gefragt, ob ich sie hier abbilden darf. Es gab nur die Einschränkung, dass ich nichts Diffamierendes und keine Namenszuordnung zeigen soll. Möchte jemand trotzdem ein Bild wieder entfernt haben, sagt es mir bitte.

Gruß, Achim

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