Steemliner - das Community-Projekt

Mit dem Traumschiff durch die Community

Der Steemliner

Mitmach-Projekte sind eine feine Sache. Sie bringen Mitglieder unserer stetig wachsenden Steem-Familie näher zusammen und boosten die Reputation frisch hinzugekommener Steemianer.

Jedes einzelne Projekt stellt eine willkommene Ausrede dar, unseren virtuellen Hintern von der imaginären Couch zu erheben und kreativ zu werden. Hier ein Gedicht für den Poetry-Slam, dort ein Plakat für den neuen Steem-Film und drüben die perfekte Anleitung, um im Fotolern-Projekt zu glänzen. Für all den Spaß bezahlt uns die Blockchain auch noch.

Alles bestens, möchten die Träger rosaroter Brillen jetzt meinen. Doch ein klitzekleiner Wermutstropfen trübt mein digitales Idyll. Ich fühle mich schlicht überfordert. Die Neugier auf 20 intime Details der Steem-Nachbarn löst schnell eine Plethora im Blutkreislauf der Steem-Beiträge aus. Meinen Feed und den verwendeten Tag überfluten die interessanten und lesenswerten Beiträgen jedoch komplett.

Meine Idee für ein Community-Projekt läuft daher etwas anders ab, schließlich fehlt mir die Steem-Power, um täglich 50 Beiträge hochzuvoten.

Was ist der Steemliner?


Jeder Username auf der Steem-Blockchain ist ein Hafen, den der Steemliner anfahren kann. Zu welchem Hafen der Steemliner fährt, entscheidet der Kapitän. Kapitän des Steemliners ist jeweils der Benutzer, in dessen Hafen der Steemliner zuletzt angelegt hat. Die ehemaligen Häfen stellen die Passagiere des Steemliners dar.

Konnte der Steemliner innerhalb einer Woche keinen sicheren Hafen anlaufen, zählt er als verschollen auf hoher See. Möge sich das Meer der armen Seelen seiner Passagiere annehmen. Das Projekt zählt damit als beendet.

Die Regeln:

Der Steemliner ist ein Traumschiff und als solches fährt er traumhafte und paradiesische Ziele an. Übernimmt ein Benutzer als Kapitän das Steuer, hat er drei Aufgaben:

1. Traumziel-Beschreibung

In einem kurzen Beitrag beschreibt der Kapitän den schönsten Ort, den er jemals besucht hat. Die Beschreibung sollte so gewählt sein, dass Leser neidisch werden und dem ablegenden Traumschiff sehnsuchtsvoll hinterherschauen. Wie lang oder kurz der Text ist, bleibt dem Kapitän überlassen. Es ist auch egal, ob das Traumziel die wundervolle Stille in der eigenen Besenkammer ist oder ein prunkvolles Schloss mitten im Regenwald am Amazonas.

2. Kurs vorgeben

Als ehrenvolle Aufgabe gibt der Kapitän natürlich auch den Kurs vor. Dazu nennt er einfach den Hafen (also den Benutzer), den der Steemliner als nächstes ansteuert.

3. Tracking

Für die Navigation hängt der Kapitän eine Liste der letzten zehn Häfen an, einschließlich der entsprechenden Links zu den Beiträgen. Passagiere erinnern sich so leichter an vergangene Stationen der Reise.

Sieben Tage hat der Steemliner Zeit, sein neues Ziel zu erreichen. Hat sich am achten Tag der neuer Kapitän nicht gemeldet, ist der Steemliner auf hoher See verschollen. Leidvolle Aufgabe des letzten Kapitäns ist es dann, den Verlust des Steemliners öffentlich zu verkünden und das Projekt als beendet zu erklären.

Stapellauf - Los geht's


Die Kreuzfahrt des Steemliners startet an einem Ort, der für mich wundervoll und aufregend zugleich war und mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Gerne würde ich beschreiben, wie hinreißend dort alles aussieht, doch müsste ich dafür eher meine Fantasie bemühen, als meine Erinnerung, denn gesehen habe ich vom Reiseziel wenig. Vielmehr überraschten mich andere Sinneseindrücke.

Auf einer Wolke ruhend lag ich in meiner Hängematte und verdaute das grandiose Essen, dass der exzellente Koch alle vier Stunden auftischte. Wer bei so einer Verköstigung kein Gewicht zulegt, macht etwas falsch im Leben. Das Thermometer zeigte konstante 25 Grad, während Schneemassen um uns herum die hochragenden Berge an den norwegischen Fjorden unter sich begruben. Warm genug, dass alle, die sich nach dem Essen noch bewegen konnten, im T-Shirt herumliefen.

Dann begann wie auf Kommando das Konzert. Es schien, als wäre ein tropischer Regenwald aufgeschreckt worden und hätte alle geflügelten Bewohner zum Wettbewerb gerufen. Da gab es langes Zirpen, kurzes Piepen und melodisches Auf- und Abschwellen durch das gesamte Spektrum. Mit so einem Konzert hatte ich nicht gerechnet, schon gar nicht so tief unter Wasser.

Ja, unter Wasser, denn den Ort habe ich mit einem Uboot besucht. Eine einsame Wolke aus dichtem Salzwasser der Nordsee gab uns im Skagerrak Halt, um auf ihr im leichteren Wasser der Ostsee zu schwebten und auf den Beginn des Manövers zu warten. Das Zirpen, Piepen und Pingen waren die unterschiedlichen Sonargeräte der verschiedenen Teilnehmer, jedes mit einer eigenen Charakteristik und alle wundervoll melodisch.

Nächster Hafen

Der nächste Hafen, den der Steemliner anläuft, ist der vom fleißigen @altobee. Wer so emsig wie eine fleißige Biene durch die Blockchain wuselt, kann uns sicherlich auch von einem schönen Ort berichten. Wie sieht es aus, @altobee?

Liste der letzten 10 Häfen

Noch ist die Liste leer, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.


Mögen uns Wind und Wellen gewogen sein und eine lange Kreuzfahrt mit allerlei Sehenswürdigkeiten bescheren.

Danke an Pixabay für die Bilder und @javehimself für die Trennlinien.

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